Blasen an den Füßen: richtig vorbeugen und behandeln
 
 

Blasen: für viele Wanderer ein "brennendes" Problem.
Blasen entstehen, weil sich durch andauernden Druck oder Reibung die obersten Hautschichten von den darunter liegenden ablösen. Der so gebildete Hohlraum füllt sich daraufhin mit Blut und/oder Gewebeflüssigkeit. Entstehende und noch nicht geplatzte Blasen stören durch leichte brennende Schmerzen. Oft zeigt sich in diesem Stadium nicht mehr als eine gerötete, leicht erhabene Hautstelle. Spätestens jetzt muss die betroffene Stelle durch ein Pflaster abgedeckt und so vor weiteren Reizungen geschützt werden. Das Pflaster muss glatt aufgeklebt werden und darf keine Falten bilden.

Öffnen Sie Blasen nicht, bevor sie eingetrocknet sind. Die darunter liegende dünne Haut ist sehr empfindlich und infektionsgefährdet. Bereits geplatzte Blasen sollten mit einer antiseptischen Lösung gespült und mit einer sterilen Auflage abgedeckt werden.
Zur Vermeidung von wunden Stellen und Blasen achten Sie nicht nur auf das richtige Schuhwerk, sondern auch auf nicht rutschende Socken. Vor einer Wanderung ist es ratsam, die Füße leicht mit einer Hautpflegecreme zu behandeln. Bewährt haben sich hier Hirschtalgcreme und Melkfett (gut auch mit Ringelblumenzusatz). Der Fuß sollte schon am Abend vor der Wanderung - zumindest jedoch eine Stunde vor der Tour - eingefettet werden, damit das Fett auch in die Haut einziehen kann (sonst rutschen die Socken, siehe oben!). Wichtig ist auch, leicht schwitzende Füße trocken zu halten.

Es gibt spezielle Blasenpflaster, die auf die typischen Problemstellen wie Fersen, Fußballen und Zehen zugeschnitten sind. Diese Pflaster sind ideal zur Vorbeugung und Behandlung von wunden Stellen und Blasen, da sie die natürliche Heilung des Körpers unterstützen und wie eine zweite Haut vor Druck und Schmerz schützen. Bei stark schwitzender glatter Haut am Fuß kann es aber sein, dass das Pflaster schlecht hält. Hier hilft abtapen: Klebebinde (am besten wasserfest) großflächig und faltenfrei über die gefährdete Zone in sogenannter Dachziegeltechnik (je nach Bedarf 3 bis 6 Stück 12 cm lange Streifen von oben beginnend, jeweils etwas überlappend) um die Ferse kleben.

Siehe auch: TV-Sendung "Tipps der Willkommen-Österreich-Apothekerin" 07/2005

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