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14. Juni: Weltblutspendetag
 
Der Österreicher Karl Landsteiner entdeckte die Blutgruppen
 
Der Weltblutspendetag wird jährlich am 14. Juni begangen. An diesem Tag wurde 1868 in Baden bei Wien der Entdecker der Blutgruppen Karl Landsteiner (1868-1943) geboren. Karl Landsteiner, ein österreichischer Bakteriologe, hat vielfältige wissenschaftliche Beiträge zu vielen Gebieten der Medizin geleistet (Pathologische Anatomie, Histologie, Infektionskrankheiten und Immunologie). Den größten Erfolg erzielt er in Blutgruppenserologie:

Foto: © qimono/pixabay
1901 entdeckte Karl Landsteiner das AB0-System der Blutgruppen, wofür er 1930 den Nobelpreis für Medizin erhielt.

Nach Angaben der WHO werden jährlich weltweit rund 75 Millionen Blutspenden benötigt. Österreich braucht etwa 500.000 Blutspenden jährlich, das sind täglich rund 1.000 Blutkonserven. Allein in Wien sind es 120.000 pro Jahr -
das heißt, dass alle fünf Minuten eine Konserve gebraucht wird! Der Blutspendedienst des Roten Kreuzes deckt etwa 95 Prozent des Bedarfs, doch vor allem bei der jüngeren Bevölkerung im Alter von 18 bis 30 Jahren wird die Bereitschaft zu spenden immer geringer.

Grundsätzlich können alle gesunden Menschen ab 18 Jahren Blut spenden. Informationen über Blutspendemöglichkeiten gibt es bei allen Rotkreuz-Dienststellen (https://www.roteskreuz.at/nocache/blutspende/blutspendetermine/), den Blutspendezentralen oder im Internet unter www.roteskreuz.at sowie http://www.blut.at und unter der kostenfreien Servicenummer 0800/190 190.

Der Weltblutspendetag soll daran erinnern, dass Werbekampagnen für freiwillige Spender erforderlich sind, um eine angemessene und sichere Blutversorgung sicherzustellen. Gerade in den Sommermonaten kommt es immer wieder zu Engpässen bei Blutkonserven. Der Weltblutspendetag ist eine gute Gelegenheit, über den Wert der freiwilligen und unentgeltlichen Blutspende nachzudenken. Diese Spenden retten Leben. Sie sind unbezahlbar.

Am 14. Juni finden auf der ganzen Welt aus Anlass des Weltblutspendetages Veranstaltungen statt.

Links: www.who.int/bloodsafety/en/