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Metabolisches Syndrom: Risikofaktoren beachten
 
Vorsorge: Gesunde Ernährung und viel Bewegung
 
Das gefährliche Quartett aus Übergewicht, Bluthochdruck, hohen Blutfettwerten (Cholesterin) und erhöhtem Nüchtern-Blutzuckerwert entwickelt sich zum Volksleiden Nr. 1, dem so genannten "Metabolischen Syndrom". Unter der Kombination dieser Erkrankungen leiden nach Expertenschätzungen 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung. Viele betrachten diese Risikofaktoren jedoch noch immer einzeln und nicht als Bündel von Krankheiten, die sich gegenseitig verstärken und zu gefährlichen Herz-Kreislaufstörung und Diabetes führen. Die beste Möglichkeit nicht herz- oder gefäßkrank bzw. zuckerkrank zu werden, liegt in der Vermeidung der Risikofaktoren:
      RISIKOFAKTOR 1: Zuviel Fett am Bauch
      Der Bauchumfang sollte bei Männern unter 100 cm (ideal unter 90 cm) und bei Frauen unter 90 cm (ideal unter 80 cm) liegen. Die Bauchumfangmessung ist leicht durchführbar, und hilft bei der Selbstkontrolle zur Gewichtsreduktion.

      RISIKOFAKTOR 2: Zuviel Fett im Blut
      Wenn der Cholesterin-Wert über 160 mg% liegt, wird das Fett bereits in den Gefäßen abgelagert. Wenn der Wert über 200 mg% liegt, bleibt das Fett länger dort. Wenn dann noch das gute HDL-Cholesterin zu niedrig ist, kann das böse LDL-Cholesterin nicht mehr aus den Blutgefäßen herausgeholt werden und bleibt lebenslang in den Gefäßen liegen. Rechtzeitig Nahrungsumstellung und gegebenenfalls medikamentöse Behandlung kann die Folgen verhindern.

      RISIKOFAKTOR 3: Zuviel Zucker im Blut
      Der Blutzucker muss nüchtern gemessen unter 100mg/dl sein. Nach dem Essen darf er nicht über 200 mg/dl ansteigen. Ab Nüchternblutzucker 110 mg/dl besteht die Zuckerwarnstufe 1. Ab Nüchternblutzucker 126 mg/dl (oder 200 mg/dl nach dem Essen) besteht eine Zuckerkrankheit. Ab dem 45. Lebensjahr sollte man jährlich seinen Nüchtern- Blutzuckerspiegel überprüfen lassen.

      RISIKOFAKTOR 4: Zu hoher Blutdruck
      In Österreich sind 1,5 Millionen Menschen vom Bluthochdruck betroffen. Aber nur 750.000 wissen über ihre erhöhten Werte Bescheid. Nach WHO-Definition sollte der Blutdruck unter 140/90 mm Hg liegen. Bei Werten zwischen 120/80 und 140/90 mm Hg sprechen wir heute von einem Vorstadium zur Hypertonie (Prähypertonie) wo man durch Lebensstiländerung am Meisten erreichen kann.
      Die Ursachen für Bluthochdruck sind zum Großteil hausgemacht: Übergewicht und ein zu hoher Bauchfettanteil, übermäßiger Nikotin- und Alkoholkonsum, zu viel Kochsalz und mangelnde Bewegung sind die häufigsten Risikofaktoren.

Alle Personen sollten dazu angeregt werden, durch einfache Tests die Risikofaktoren überprüfen zu lassen, ihre Ernährung umzustellen und sich mehr zu bewegen - die einfachste und beste Prävention.