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Alzheimertag: Demenz - den Weg gemeinsam gehen
 
Apotheker informieren und entlasten Angehörige
 
Am 21. September finden in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen [mehr darüber auf unserer Homepage].

"Demenzfreundliche Apotheken"
Apothekerinnen und Apotheker sind nicht nur aufgrund des arzneimittelbezogenen Wissens, sondern auch wegen des niederschwelligen Zugangs und des Vertrauens der Bevölkerung als Anlaufstellen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen bestens geeignet. Eine kontinuierliche pharmazeutische Betreuung der Patienten hilft auch, die Angehörigen zu entlasten.

Wird ein Patient mit Antidementiva behandelt, ist die Beratung und Versorgung in der Stammapotheke besonders wichtig. Eine korrekte, ausreichend hohe Dosierung sowie die Förderung der Compliance bzw. Adherence sind ebenso zu beachten wie ein weitestgehendes Vermeiden von anticholinerg wirkenden Arzneimitteln. Medikamente mit anticholinerger Wirkung werden u.a. bei Inkontinenz, Magenkrämpfen und bei der Parkinsonschen Krankheit eingesetzt. Cholinergika, das sind Arzneimittel mit einer zu den Anticholinergika entgegengesetzten Wirkung, sind als Antidementiva in Verwendung. Cholinergika und Anticholinergika können sich in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen.
Ein besonderes Augenmerk sollten Apotheker auf die geeignete Arzneiform legen, denn neben Tabletten und Retardtabletten steht eine ganze Palette an Darreichungsformen zur Verfügung.

Neben der Bearbeitung medikationsbezogener Probleme als Kernaufgabe werden auch unterstützende Angebote wie Gesundheitsförderung, Förderung von „health literacy“, und Vernetzung mit anderen Versorgungseinrichtungen und Selbsthilfegruppen in den Apotheken immer wichtiger.


Links:
Österreichische Alzheimer Gesellschaft (ÖAG)
http://www.alzheimer-gesellschaft.at/

Verein "Alzheimer Austria"
http://www.alzheimer-selbsthilfe.at/