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Haut und Ernährung: Vitamin B 3
 
 
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist auch für die Haut wichtig. In diesem Zusammenhang sind Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente für gesunde Hautfunktionen von essentieller Bedeutung, sie können zudem auch ausgeprägte Schutzfunktionen ausüben.

Niacin ist ein wasserlösliches Vitamin der B-Gruppe. Es ist ein Sammelbegriff für Nikotinsäure (das eigentliche Niacin), Nikotinsäureamid (Niacinamid) bzw. Nikotinamid und den Coenzymen NAD (Nicotinamid-Adenindinucleotid) und NADP (NAD-Phosphat) und wurde früher auch als Vitamin B 3 bezeichnet. Es ist vor allem in Fleisch, Fisch, Leber, Voll- und Buttermilch, Hefe, Erbsen, Tomaten, Weizenkeimen und Erdnüssen enthalten und erfüllt seine Hauptaufgabe als typisches Vitamin B im Eiweiß-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel und trägt zur Energiegewinnung bei. Es ist an vielen enzymatischen Vorgängen beteiligt und hat eine antioxidative Wirkung. Niacin/Niacinamid ist wichtig für die Regenerierung von Haut, Muskeln, Nerven und spielt eine Rolle bei der Zellteilung. Außerdem kann das Niacin/Niacinamid die Konzentration des "guten" (HDL) Cholesterins deutlich erhöhen und führt auch zu einer Verringerung der Triglycerid-Fette.

Wie eine aktuelle dermatologische Studie von Prof. Dr. Martina Kerscher (Hamburg) zeigt, wirkt Niacinamid in Hautcremen effektiv gegen Zeichen der Hautalterung, der körpereigene Wirkstoff regt nämlich in der Haut den Stoffwechsel an und führt zu einer verstärkten Produktion von Lipiden und Proteinen in der Hautbarriere. Das Vitamin wirkt auch gegen Pigmentflecken und Hautverfärbungen und führt zu einer Verfeinerung der Poren.