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Sonnen Sie sich richtig?
 
Die Sonne ist für viele Lebensvorgänge von großer Bedeutung
 
Die Sonne mit ihrer Strahlung ist für das Leben auf unserem Planeten Erde von grundlegender Bedeutung. Sie liefert die für alle Lebensvorgänge auf der Erde nötige Energie.



Die Wärmestrahlung der Sonne z.B. bringt Wasser zum Verdunsten und beeinflusst dadurch Klima und Wetter. Der sichtbare Anteil der Sonnenstrahlung bestimmt den Tag-/Nachtrhythmus. Aber auch die für den Menschen nicht sichtbare Ultraviolett- (UV-) Strahlung ist für manche Lebensvorgänge bedeutsam.

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie Messungen machen es möglich, die Sonnenstrahlen sinnvoll und zum Vorteil unserer Gesundheit zu nützen. Link zu den aktuellen Messwerten des UV-Index www.uibk.ac.at/projects/uv-index/de/table__de.html

Nur ein bestimmter Teil der von der Sonne ausgesandten Strahlung gelangt auf den Erdboden. Beim Weg durch die Atmosphäre werden verschiedene Anteile abgeschwächt. Die Ozonschicht, die die Erde in ca. 25 km Höhe umgibt, schützt uns vor den energiereichsten Anteilen der UV-Strahlung vollständig, die energieärmeren Anteile werden durch sie geschwä cht.

Einflüsse auf die Intensität der auf der Erdoberfläche eintreffenden UV-Strahlung:

  • Die Menge des Ozon in der Atmosphäre ist Schwankungen unterworfen und verändert dadurch auch die Intensität der UV-Strahlung auf der Erdoberfläche. Auf der Nordhalbkugel erreicht die Ozonschicht im Spätherbst die geringsten Konzentrationen. Besonders starke, kurzfristige Schwankungen, bei denen niedrige Konzentrationen von Ozon auftreten können, werden in den Monaten Jänner, Februar, März beobachtet.
  • Auch andere Bestandteile der Erdatmosphäre, wie Aerosole und Staubpartikel, absorbieren die UV-Strahlung.
  • Besonders bedeutsam für die Intensität der am Boden eintreffenden UV-Strahlung ist (wegen der Weglänge durch die Atmosphäre) der Winkel, unter dem die Sonnenstrahlen auf die Erdoberfläche treffen. Die Sonnenhöhe beeinflusst also ganz wesentlich die Stärke der UV-Strahlung auf der Erdoberfläche. Die Sonnenhöhe ändert sich im Laufe der Jahreszeiten, innerhalb eines Tages und auch mit der geographischen Breite.
    • In den Monaten Mai, Juni, Juli, wenn die Sonnenhöhe am größten ist, erreicht daher auch die UV-Strahlung ein Maximum.
    • Im Verlauf eines Tages ist in der Zeit zwischen 11 Uhr und 15 Uhr die UV-Einstrahlung am höchsten.
    • Mit abnehmender geographischer Breite, das heißt also insbesondere in südlich gelegenen Ländern, steigt mit der Höhe der Sonne die auf der Erde eintreffende UV-Strahlung.
  • Die Intensität der UV-Strahlung steigt mit zunehmender Seehöhe , sie ist daher besonders bei Aufenthalten in Bergeshöhen zu beachten.
  • Reflexion kann die UV-Strahlung verstärken, durch Schnee kann sie bis zum Doppelten steigen. Die Rückstrahlung durch Sand und Wasser ist hingegen wesentlich geringer.
  • Der Einfluss der Bewölkung auf die UV-Strahlung ist sehr stark:
    Eine geschlossene, dicke Wolkenschicht kann bis zu 90 % der UV-Strahlung absorbieren, hingegen können dünne Wolkenschichten oder Nebel durch Rückstrahlung sogar verstärkend wirken.

Wenn Sie Ihr Verhalten auf die UV-Belastung abstimmen wollen, beachten Sie folgendes:

    Mittagssonne - nein danke!
    • Von 11 bis 15 Uhr lieber im Schatten bleiben!
    3 x H hilft
    • Hut, Hemd und Hose aus dichtgewebten Materialien schützen!
    Indirekte Sonne - direkte Wirkung
    • Im Schatten oder bei Bewölkung: 50 % Sonnenintensität. Wasser, Sand, Schnee und andere reflektierende Umgebung: Bis zu 85 % mehr!
    Sonnenbrand "löschen"!
    • Bei leichten Rötungen: Kühlende Salben aus der Apotheke oder Naturprodukte. Starke Rötung oder Blasenbildung: Unbedingt ärztliche Untersuchung!
    Risiko im Griff?
    • Wissen schützt: Erhöhtes Risiko besteht bei hellhäutigen Typen, einschlägigen Erkrankungen in der Familie und vorwiegendem Aufenthalt im Freien.
    Beobachtung rettet Leben!
    • 90 % aller Hautkrebsfälle sind bei Früherkennung heilbar: Monatliche Selbstbeobachtung und bei zahlreichen, atypischen, unregelmäßigen Muttermalen auch 1 – 3 mal jährliche Kontrolle durch den Facharzt!

Mehr darüber:


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    Hautumoren gehören zu den häufigsten Neoplasien und weisen eine große Vielfalt auf. Die Ursachen für die Entwicklung von Hauttumoren sind einerseits genetische Veranlagung anderseits Umwelteinflüsse. Bei letzteren spielt die Schädigung der Haut durch UV-Strahlung eine entscheidende Rolle. [weiter]