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Reisedurchfall: Studie der Universität Graz
 
Zu den wichtigsten Dingen gehört, den Verlust an Wasser und Salzen wieder auszugleichen.
 
Österreichische Touristen sind schwer zu belehren, wenn es um das richtige Verhalten bei Reisediarrhoe geht: Das ist das Resümee einer mehrjährigen Studie, die das Hygieneinstitut der Medizinischen Universität Graz unter der Leitung von Dr. Franz Ferdinand Reinthaler durchgeführt hat. Vor allem würden die Urlauber im Fall des Durchfalles häufig auf den notwendigen Flüssigkeits- und Mineralersatz vergessen. „In den vergangenen 15 Jahren hat sich nahezu nichts am inadäquaten Therapieverhalten geändert“, so Reinthaler.


Von den in der Grazer Studie befragten Patienten hat sich nur knapp ein Viertel an diese Empfehlung gehalten.

Von den 434 befragten Reisenden, die von ihrem Urlaub zurück kamen und das Grazer Institut konsultierten, haben zwar 94 Prozent im Krankheitsfall ihre Flüssigkeitszufuhr gesteigert. „Teils auch mit Alkohol“, so Reinthaler. Nur 28 Prozent haben aber auch die verlorenen Salze wieder zugeführt. „Die Rehydratation verkürzt zwar nicht die Dauer des Durchfalls, aber sie schützt vor einer Entwässerung, die schnell kritisch werden kann. Vor allem bei Kleinkindern und älteren Menschen besteht die Gefahr der »Austrocknung«“, warnt der Hygieniker.

Quelle: ÖAZ 09/2004

Siehe auch: Reisedurchfall: Notfall...