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Multiple Sklerose: Therapien verbessern die Lebensqualität
 
Welt-MS-Tag am 30. Mai
 
Der Welt-MS-Tag wurde 2009 von der Multiple Sclerose International Federation initiiert um aufzuzeigen, wie Multiple Sklerose (MS) das Leben von Millionen Menschen weltweit beeinflusst. An diesem Tag soll die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die Betroffenen von Multipler Sklerose sowie auf deren Bedürfnisse gelenkt werden.

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(Foto: MasterTux - pixabay)
Weltweit leiden 2,5 Millionen Menschen an Multipler Sklerose, in Europa sind es 700.000. In Österreich leben rund 12.500 MS-Betroffene, jedes Jahr gibt es ca. 350 bis 400 Neuerkrankungen. MS wird am häufigsten im Alter zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr diagnostiziert. In seltenen Fällen kann Multiple Sklerose auch schon bei Kindern und Jugendlichen oder erst nach dem 60. Lebensjahr erstmals auftreten. Frauen sind doppelt so häufig von MS betroffen wie Männer.*

Was ist Multiple Sklerose?

Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark), die bei jedem Patienten unterschiedlich verlaufen kann. Daher wird MS auch als „Krankheit mit tausend Gesichtern“ bezeichnet.
Multiple Sklerose ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das eigene Immunsystem das Nervensystem schädigt, indem fälschlicherweise intakte Zellen angegriffen und zerstört werden. Löst ein immunologischer Prozess eine Entzündung der die Nervenfasern umgebenden Schutzschicht aus, entstehen Fehler bei der Signalübertragung durch die Nervenfasern. Dies äußert sich in Symptomen wie zum Beispiel Kribbeln, Gefühlsverlust, Sehstörungen oder Schwierigkeiten beim Gehen. Welche Symptome auftreten, hängt davon ab, welcher Teil des zentralen Nervensystems betroffen ist.
Diese Störungen in der Signalübertragung verlaufen meist in sogenannten Schüben, die nicht plötzlich auftreten, sondern sich über Stunden und Tage aufbauen und wieder zurückbilden. Die Rückbildung kann vollständig oder unvollständig sein. Unvollständige Rückbildungen führen mit der Zeit zu Narbenbildung an den Nervenfasern und folglich zur Zunahme von Behinderungen.

Therapie der Krankheit

Die genauen Ursachen der Multiplen Sklerose sind bisher nicht endgültig geklärt. Durch gezielte medikamentöse Therapien ist die Multiple Sklerose zwar leider noch immer nicht heilbar, jedoch lässt sich in vielen Fällen ihr Verlauf beeinflussen und die Schubzahl und -stärke vermindern. Das Therapieziel besteht darin, die Krankheitsaktivität zu stoppen. Besonders wichtig für Menschen mit Multipler Sklerose ist die Therapietreue, denn MS-Betroffene müssen oft lebenslang betreut werden.
Unterstützung hierbei erhalten die Betroffenen nicht nur bei den behandelnden Ärzten, sondern auch bei den Apothekerinnen und Apothekern, die über viel Erfahrung und Wissen verfügen, was medikamentöse Behandlung in der Langzeittherapie sowie Wechsel- und Nebenwirkungen von in der MS-Therapie eingesetzten Arzneimitteln betrifft.

*Quellen: Österreichische Multiple Sklerose Gesellschaft, Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft