Druckansicht
Vitamine für Haut und Haar
 
Pantothensäure, Biotin und Folsäure
 
Einige Vitamine sind besonders gut für Haut und Haar. Zur optimalen Versorgung mit Vitaminen berät man Sie in Ihrer Apotheke.



Pantothensäure gilt auch als „Hautvitamin“ und ist besonders reichlich in Kalbsleber, Erdnüssen, Eiern oder Weizenvollmehl enthalten. Es ist in der Natur so weit verbreitet, dass Mangelerscheinungen kaum zu beobachten sind. Wenn doch ein Mangel auftritt, dann zusammen mit einem Mangel der B-Vitamine - früher wurde die Pantothensäure auch zu dieser Gruppe gerechnet. Im Tierversuch hat sich gezeigt, dass eine Unterversorgung zu grauen Haaren führt - daher wird Pantothensäure auch als „Anti-graue-Haare“ Faktor bezeichnet. Außerdem wirkt sie bei Haut- und Schleimhauterkrankungen günstig.

Biotin ist ebenfalls für die Haut besonders wichtig. Für eine ausreichende Versorgung braucht der Mensch seine Darmbakterien, die können es nämlich bilden. Es ist aber auch in Bananen, Grapefruits, Weintrauben, Melonen, Soja, Nüssen, Fleisch oder Eiern enthalten. Für Liebhaber roher Eier: im rohen Eiklar ist ein Stoff enthalten, der das Biotin bindet und zu Biotinmangel führen kann. Bei entsprechendem Verzehr, versteht sich. Ein Mangel äußert sich zum Beispiel in Übelkeit, Hautentzündungen und Haarausfall. Zur Bekämpfung von Haarausfall eignet sich Biotin aber nur bedingt, die Wirkung hält sich in Grenzen.

Folsäure wirkt beim Aufbau der Zellen, unter anderem bei der Bildung der Erbsubstanz, mit. Wichtige Quellen in der Nahrung sind Leber, Niere, Brokkoli, Spinat, Rind- und Kalbfleisch. Schwangere haben einen besonders hohen Bedarf. Folsäure besitzt außerdem eine gewisse vorbeugende Wirkung gegen Schlaganfall. Ein Mangel kann in Zusammenhang mit Fehlernährung, Alkoholismus, Darmerkrankungen usw. stehen. Einige Arzneimittel wie bestimmte Schlafmittel (Barbiturate), die Anti-Baby-Pille oder Epilepsie-Medikamente können unter Umständen auch zu einer Unterversorgung führen. Ein Mangel beeinträchtigt unter anderem die Blutbildung, führt zu Entzündungen der Mundschleimhaut, Nervenschäden und einem gestörten Haarwachstum.