Druckansicht
Ohrenschmerzen
 
 

Nur der äußere Teil des Hörapparates ist für eine Selbstbehandlung zugänglich. Daher muss man sich überzeugen, woher die Ohrenschmerzen tatsächlich kommen. Bei Kindern ist die Mittelohrentzündung (Otitis media) am häufigsten, bei Erwachsenen die Entzündung des äußeren Gehörganges (Otitis externa). Die beiden lassen sich durch Ziehen am Ohrläppchen voneinander halbwegs sicher unterscheiden. Verstärken sich die Schmerzen dabei, spricht dieser Umstand für eine Otitis externa. Gleichzeitiges Fieber und Erkältungszeichen deuten hingegen auf eine Mittelohrentzündung hin, die bei Erwachsenen selten bei Kindern zwischen 2 bis 6 Jahren aber recht häufig ist.
.

TIPP: Entzündungen des äußeren Gehörganges können von Waschmitteln, Seifen, Hörgeräten oder Schallschutzstöpsel rühren. Hier ist der Einsatz entzündungshemmender Ohrentropfen oder entquellenden glycerin- bzw. propylenglykolhältigen Präparaten, welche die Schleimhaut zum Abschwellen und die Schmerzen dadurch zum Abklingen bringen, empfehlenswert. Mittelohrentzündungen neigen zu Komplikationen und sollten daher immer vom Arzt inspiziert werden

Eine erste Maßnahme um die Beschwerden zu verringern ist das Einsprühen oder Eintropfen jenes Nasenloches, das dem schmerzenden Ohr am nächsten liegt mit abschwellenden Nasenpräparaten. Das hilft, weil Nase und Ohr anatomisch miteinander verbunden sind. Bei Kindern kann ggf. zusätzlich »Paracetamol« oder »Iboprufen« bzw. »Dexiboprufen« gegen die Schmerzen zur Anwendung kommen. Die »Acetylsalicylsäure« ist hingegen für die Erwachsenen reserviert. Übrigens sollten Ohrentropfen immer handwarm in Seitenlage eingetropft werden, weil sie auf diese Weise weniger schmerzen und besser wirken!

Quelle und mehr darüber:
Lesen Sie auch:
Ohrenschmerzen ade - Nasenspray hilft Kindern auf Flugreisen
Gehörgang-Entzündung nach dem Baden