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Weichteilrheumatismus
 
Eine Erkrankung der Muskeln, Sehnen und Bänder
 
Auch eine chronische Reizung von Muskeln, Sehnen oder Bindegewebe kann zu einer Art von Rheuma führen: Weichteilrheumatismus. Aus der Apotheke kommt Linderung.

Hinter dem Begriff Rheuma verbirgt sich ein ganzes Sammelsurium von Krankheiten. Mediziner unterscheiden mehr als 400. Was sie alle gemeinsam haben, ist die schmerzhafte Einschränkung der Beweglichkeit von Gelenken. Die Erkrankungen des „rheumatischen Formenkreises“ gehören zu den häufigsten überhaupt. Meist betrifft es die Gelenke selbst, es kann aber auch an den Muskeln, Sehnen oder Bändern liegen - dann heißt das Leiden „Weichteilrheumatismus“.

Häufig trifft diese Form von Rheumatismus körperlich hart arbeitende Menschen. Doch auch leichtere Tätigkeiten, die den Körper einseitig belasten, wie zum Beispiel Fließbandarbeiten oder Sitzen am PC bei ungünstiger Haltung können die typischen Beschwerden zur Folge haben: Schmerzen, die auch dann nicht nachlassen, wenn man den betroffenen Kö rperteil ganz ruhig stellt.

Ursache ist meist eine Über- oder ständige Fehlbelastung - Musterbeispiel: Tennisellenbogen, mit dem viele Sportler und nicht nur Tennisspieler zu tun haben. Auch die Schultern können steif werden, wenn die Weichteile beim Schultergelenk bis zur Entzündung gereizt werden. Bei anderen Form sind Sehnenscheiden oder Schleimbeutel entzündet. Schleimbeutel im Knie zum Beispiel sind dazu da, die Gelenke zu polstern.

Abhilfe verschaffen hier schmerzstillende und entzündungshemmende Tabletten oder Salben. Besonders wichtig ist es, den betroffenen Körperteil zu schonen. Beim Tennisellenbogen beispielsweise verschafft eine Armschlinge dem Gelenk die nötige Ruhe; wenn es an der Arbeit liegt, können kürzere, dafür aber häufigere Arbeitspausen Erleichterung bringen - beim PC natürlich auch eine bessere Sitzhaltung beziehungsweise ein besserer Sessel.