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Die Birke – ein Pionierbaum
 
Birkenpollen stellen ein hochpotentes Allergen dar
 
© pixabay_smellypumpy Die Birke gehört gemeinsam mit Haselnuss, Erle und Hainbuche zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae).


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Die Birke gehört gemeinsam mit Haselnuss, Erle und Hainbuche zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae).
Von den weltweit über 60 vorkommenden Birkenarten findet man in Österreich insgesamt vier: die Zwergbirke, die Strauchbirke, die Moorbirke und die Sand- bzw. Hängebirke. Drei davon – nämlich die Zwerg-, die Moor- und die Strauchbirke – sind aufgrund ihres seltenen Vorkommens besonders schützenswert. Um das Überleben seltener Baumarten wie dieser drei Birkenarten zu sichern, sind im Programm der Ländlichen Entwicklung spezielle Förderprogramme vorgesehen. Aus diesem Grund wurde am 21. März 2009 - dem Internationalen Tag des Waldes – die Birke als österreichischer Baum des Jahres ausgezeichnet.

Birken blühen schon im Alter von wenigen Jahren und produzieren jährlich reichlich viel und weitfliegende Samen. Die extreme Anspruchslosigkeit hinsichtlich Nährstoffbedarf und Wasserversorgung macht Birken zu einer Pionierbaumart, die Freiflächen als erster Baum besiedeln.

Die Birke ist vielfach verwendbar: Schon die Indianer nutzten die Rinde für den Bau von Kanus, in Mitteleuropa wurde vor allem die heimische Sandbirke (Lat. Betula pendula Roth) bereits historisch in der Volksmedizin genutzt. Ihre Bestandteile gelten insbesondere als blutreinigend, harntreibend und anregend, weshalb sie heute in der Pflanzenheilkunde Verwendung findet. Und der Birkensaft wurde nach speziellen Rezepturen zu Haarwasser oder Wein weiterverarbeitet. Das Holz der Birke findet im Instrumentenbau und für Möbel Verwendung, ist leicht und sauber zu bearbeiten, elastisch und zäh, aber nicht hart. Es ist ein geschätztes Brennholz, das gerne für offene Kamine und Pizzaöfen verwendet wird, da es nicht spritzt.

Birkenpollen stellen aber auch ein hochpotentes Allergen dar. Alles über Allergien - und was man dagegen tun kann, können Sie hier lesen.
Informationen zur aktuellen Pollenbelastung und nützliche Pollenkalender: www.pollenwarndienst.at/