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Body Maß Index für das Gewicht
 
Übergewicht ist ein Gesundheitsrisiko
 
Übergewicht ist ein weit verbreitetes Phänomen. Während Schwankungen von bis zu zehn Prozent über dem Normalgewicht noch akzeptabel sind, können mehr als zwanzig Prozent darüber bereits ein Gesundheitsrisiko sein. Die persönliche Auffassung, ab wann man sich zu dick fühlt, ist sehr unterschiedlich. Für eine objektive Beurteilung des Körpergewichts gibt es Richtwerte, die sich auf unterschiedliche Weise errechnen lassen.

1. Die Berechnung des Normalgewichts nach dem französischen Arzt Broca:
............Normalgewicht (in kg) = Körpergröße (in cm) minus 100
2. Eine genauere Berechnung des Körpergewichts ergibt der Body Maß Index, der auch für wissenschaftliche Untersuchungen verwendet wird:
............BMI = Körpergewicht in kg : Körpergröße in m2
............Beispiel: Frau mit Körpergewicht 52 kg und Körpergröße 1,63 m.
............52 kg : (1,63)2 = 19,57. Dieser BMI liegt im Normalbereich.

Der Body Mass Index (BMI)

    • Normalgewicht:
    ..........- Frauen: 19 - 25
    ..........- Weibliche Jugendliche: 21
    ..........- Männer: 20 - 26
    ..........- Männliche Jugendliche: 22
    • Untergewicht: < 20
    • Extremes Untergewicht: < 17,5
    • Übergewicht:
    ..........- Frauen: 25 - 30
    ..........- Männer: 26 - 30
    • Fettsucht: > 30
    • Extreme Fettsucht: > 40

Gewichtsprobleme: Ihr Apotheker informiert und hilft

Häufige Abmagerungskuren sind sicher nicht der richtige Weg, da sie den Energieumsatz absenken. Durch die drastische Kürzung des Essens "glaubt" der Körper, es sei eine Hungersnot ausgebrochen. Er spart deshalb Energie ein. Nach Beendigung der Abmagerungskur bleibt der niedrige Energiebedarf bestehen und man nimmt schon durch "normales" Essen schneller zu als vorher.

Auch von extrem einseitigen Diäten ist abzuraten. Sie führen zwar kurzfristig zu einer Gewichtsreduktion, mittelfristig aber zu Nährstoffmängeln. Einen langfristigen Erfolg bringen sie nicht. Von Abführmitteln und unkontrolliertem Einsatz von Appetitzüglern ist dringend abzuraten, da sie bei ständigem Gebrauch gewohnheits- und suchtbildend wirken können.

Zum erfolgreichen Abnehmen braucht es vielmehr Ausdauer und viel Überlegung. Einteilen lernen und Maßhalten sind dabei viel besser als strikte Verbote. Das realistische Ziel lautet: 1/2 oder 1 kg pro Woche weniger. Zuerst sollte man sein Essverhalten kritisch unter die Lupe nehmen und Fehler aufspüren. "IdR - Iss das Richtige" tritt als Grundsatz an die Stelle von "FdH - Friss die Hälfte".

Essen sollte man langsam, mit Genus und nur dann, wenn man wirklich Hunger hat. Eine gute Hilfe ist auch das Führen eines Speiseprotokolls, das eine Kontrolle über die Ausgewogenheit der Ernährung verschafft.

Bewegung fördert den Energieverbrauch und ist unverzichtbar für die Gewichtsreduktion. Treppensteigen statt Aufzugfahren, Laufen und Radeln statt Autofahren und viel zu Fuß gehen sind Tipps für Bewegung im Alltag.