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Magengeschwüre: Arzneimittel helfen sparen
 
 
Bei einem Magengeschwür (Ulcus) handelt es sich um ein Geschwür, das nur dort entsteht, wo saurer, pepsinhaltiger Magensaft enthalten ist, also zumeist im Magen und Zwölffingerdarm. Etwa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung entwickelt mindestens einmal im Leben ein peptisches Ulkus. Die Inzidenz beträgt 15 bis 30 Fälle pro 1.000 Einwohner. Dabei wächst die Zahl der Betroffenen noch. Häufigste Ursache ist die Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Bei hartnäckigen Beschwerden wird eine Beseitigung des Bakteriums angestrebt. Hierfür ist ein besonderes Therapieschema entwickelt worden, das auch als Eradikation bezeichnet wird. Ein weiteres Synonym für diese Therapie, bei der üblicherweise drei Wirkstoffe zum Einsatz kommen, ist die Bezeichnung Triple-Therapie. Die Arzneimittel sind in der Regel zwei verschiedene Antibiotika, die mit einem Protonenpumpenhemmer kombiniert über sieben Tage eingenommen werden müssen.

Die medikamentöse Behandlung von Magen-Darm-Geschwüren hat zu einem deutlichen Rückgang der vorher üblichen chirurgischen Maßnahmen geführt. Ein berühmter Gastroenterologe sagte einmal im Scherz: „Wenn das so weitergeht, finden meine jungen Assistenz-Ärzte peptische Geschwüre nur noch im Lehrbuch“.
Dass jetzt weniger operiert werden muss, ist nicht nur für den Patienten von Vorteil, sondern hilft auch sparen. Denn die Kosten für die Behandlung von Helicobacter-Infektionen durch Medikamente machen nur zwei Prozent der früher notwendigen Magen- Operationen aus.