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Mit der Kraft des Schwarzen Holunders durch die Erkältungszeit
 
 

Schon in der vorwissenschaftlichen Heilkunst Europas wurde Sambucus nigra L. (der Schwarze Holunder) verwendet, um Fieber zu senken und Erkältungen vorzubeugen. Die Beeren besitzen wertvolle medizinische Eigenschaften, da sie Anthocyane, Flavonoide, Zucker, Fruchtsäuren und Vitamine enthalten, wobei vor allem der Anteil der Anthocyane (rote bis blaue Pflanzenfarbstoffe) deutlich höher ist, als bei anderen Obst- und Gemüsesorten. Der Schwarze Holunder ist eines der besten Vorbeugungsmittel gegen den Vormarsch der Grippe und die negativen Auswirkungen einer Erkältung.

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Foto F.Biba
Holunder in der Kräuterheilkunde
Die heilenden Eigenschaften der schwarzen Holunderbeere (lateinisch: Sambucus nigra L.) sind seit Jahrtausenden bekannt. Viele volkstümliche und magische Traditionen in Europa kreisen um den Holunderstrauch. Er wurde wegen seiner vielfältigen Anwendung als „Arzneischrank der Natur“ bezeichnet und hat einen festen Platz in Europas Brauchtum. In früheren Tagen glaubte man, dass der Schwarze Holunder böse Einflüsse abwehrt und Schutz gibt. Neben der Verwendung als Genussmittel in Speisen und Getränken war zu jeder Zeit auch seine Wirkung bei Grippe und grippalen Infekten bekannt. Holunderwein mit Zucker vor dem Schlafengehen galt im Mittelalter als die beste Kur bei Erkältungen. Hippokrates empfahl ihn genauso wie Hildegard von Bingen. Holunder-Heilmittel finden in verschiedenen Therapierichtungen der ganzheitlichen Medizin Verwendung, wie zum Beispiel in der Pflanzenheilkunde, in der Therapie nach Sebastian Kneipp und in der Homöopathie.

Sambucus nigra L. aus der Sicht der Wissenschaft
Die Wirkung der getrockneten Blüten von Sambucus nigra L. bei Erkältungskrankheiten als schweißtreibendes Mittel und zur Steigerung der Bronchialsekretion ist schon seit langem pharmakologisch anerkannt.

Holunderblüten-Heißgetränk mit Fichtenspitzen, Vitamin C und Zink
Vor allem in Erkältungszeiten muss unser Immunsystem viel leisten, schließlich schützt es uns vor Krankheitserregern wie Viren und Bakterien. Deshalb sollten wir im Winter besonders auf gesunde Abwehrkräfte achten – mit vollwertiger Ernährung und wertvoller Nahrungsergänzung.

Das Holunderblüten Heißgetränk mit
Fichtenspitzen, Vitamin C und Zink aus der Apotheke ist eine starke Mischung für ein starkes Immunsystem. Und weil wohltuend allein oft nicht genug ist, wurde es mit der natürlichen Süße von Honig auch wohlschmeckend gemacht – so stärkt man seine Abwehrkräfte gleich noch viel lieber.
    · Holunderblüten sind reich an Flavonoiden und ätherischen Ölen und werden bereits seit Jahrhunderten eingesetzt. Sie stärken das Immunsystem und schützen vor Erkältungen und Grippe.
    · Fichtenspitzen haben sich zur Unterstützung der Atemwege und Vorbeugung in Zeiten höherer Belastung bewährt.
    · Zink ist ein essentieller Bestandteil vieler Enzyme, die für die Produktion körpereigener Abwehrstoffe verantwortlich sind.
    · Vitamin C schützt als Antioxidans unseren Körper vor freien Radikalen.

Holunderbeeren-Saft ist ein bekanntes Hausmittel
Die schwarzen Früchte des Holunders werden umgangssprachlich als Beeren bezeichnet, sind jedoch botanisch gesehen Steinfrüchte, die das Blausäureglycosid Sambunigrin enthalten, das Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe und Durchfall verursacht. Eine besonders hohe Konzentration dieses giftigen Glycosids findet man in den grünen Pflanzenteilen (in den Blättern und Stielen der Früchte) und in unreifen Beeren. Durch Erhitzen zerfällt Sambunigrin und verliert somit seine toxische Wirkung. Deshalb sollten rohe Holunderbeeren nicht verzehrt werden und bei der Zubereitung von Kompott und Saft ist immer darauf zu achten, dass eine Temperatur von 80°C 20 Minuten lang eingehalten wird.

Holunderbeeren sind die Teile der Holunderpflanze, die am vielseitigsten zu verwenden sind und einen besonders hohen Heil- und Nährwert haben. Die Holunderbeeren enthalten Anthocyane, Flavonoide, Fruchtsäuren und Vitamine. Vor allem der Anteil der Anthocyane, der violett-schwarzen Pflanzenfarbstoffe, ist deutlich höher als bei anderen Obst- und Gemüsesorten. Diese schützen die Zellmembranen vor Veränderungen durch sogenannte Freie Radikale. Dadurch werden Viren, wie zum Beispiel Grippeerreger, davon abgehalten, in die Zellen einzudringen, und so an ihrer Verbreitung im Körper gehindert.

Holunderbeeren helfen in der Erkältungszeit
„Als Wirkstoffe des Schwarzen Holunders, die im Zusammenhang mit grippalen Infekten besondere Bedeutung haben, sind einerseits die Flavonoide und Anthocyane aufgrund ihrer antioxidativen Effekte anzusprechen, andererseits die im Fruchtextrakt enthaltenen Vitamine (vor allem C- und B-Komplex), von denen man eine Unterstützung der Immunabwehr erwarten kann.“ erläutert Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kubelka vom Institut für Pharmakognosie der Universität Wien.

Botanik des Schwarzen Holunders
Der Schwarze Holunder ist ein bis zu sieben Meter hoher buschiger Baum. Er wurde früher zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) gestellt, nach neueren Forschungen gehört er aber – mit seinem Verwandten, dem Schneeball - zur Familie der Moschuskrautgewächse (Adoxaceae). Der „Holler“ wächst in Europa, Asien und Nordamerika an Bachufern, in Auwäldern, an Waldrändern und findet sich vor allem in der Nähe menschlicher Siedlungen. In Österreich liegen die größten Holunderanbaugebiete in der Südsteiermark. Zwischen Mai und Juli verströmen die cremigweißen Blütendolden einen starken Moschus-Duft. Im September und Oktober reift die Holunderfrucht, eine schwarz-violette, beerenartige Steinfrucht mit blutrotem Saft, heran.

Die wichtigsten Wirksubstanzen des Holunders im Überblick
· Flavonoide / Anthocyane
    Anthocyane, im weiteren Sinn zur Gruppe der Flavonoide zu zählen, sind Pflanzenfarbstoffe, die in fast allen höheren Pflanzen mit roter, violetter oder blauer Farbe vorkommen. Doch der Anthocyangehalt in der Holunderbeere ist deutlich höher als in allen anderen Obst- und Gemüsesorten.
    Anthocyane haben eine antioxidative Wirkung, da sie effektive Radikal-Fänger sind. Sie fangen reaktive Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle, welche Proteine und Lipide oxidativ schädigen können, ab. Weiters wirken sie gefäßschützend und entzündungshemmend.
· Ätherisches Öl
    Die Holunderbeeren enthalten bis zu 0,01% ätherisches Öl mit 34 identifizierten Aromastoffen. Diese wirken schweißtreibend, schleimlösend und entzündungshemmend.
· Pflanzensäuren
    Die in den Holunderbeeren enthaltenen Pflanzensäuren (Zitronen-, Apfel- und Weinsäure) wirken antibakteriell.
· Vitamine und Mineralstoffe
    Die Beeren tragen zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe in sich, die das Immunsystem stärken.

Auch Vorsicht ist geboten
Unreife oder nicht ausreichend verarbeitete Holunderbeeren können kleine Mengen an Blausäureglykosiden enthalten, was zu Übelkeit führen kann. Aus diesem Grund ist es nicht empfehlenswert, die Beeren in rohem Zustand zu verspeisen. Standardisierte, nach modernsten pharmazeutischen Methoden bearbeitete Holunderextrakte bieten die allerhöchste Sicherheit.

Wer auf Nummer Sicher gehen will, besorgt sich einen Holunderbeerenextrakt aus der Apotheke.