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Perubalsam und Kreuzallergien
 
Konservierte Nahrungsmittel aber auch Tomaten und Zitrusfrüchte meiden
 
Perubalsam wird aus dem geschwefelten Holz eines Baumes gewonnen, der in Süd- und Mittelamerika beheimatet ist (Myroxylon balsamum var. pereirae --Perubalsambaum; engl.: Balsam of Peru, Peru balsam tree). Verwendung findet Perubalsam als Duftstoff z.B. in Putzmitteln, als Aromastoff in Lebensmitteln und als Ölzusatz in Polituren sowie - wenn auch nur noch selten - in Medikamenten (Salben) und Kosmetika . Er gilt als häufiger Auslöser von Allergien. Das Hauptallergen ist ein Salz der Benzoesäure (Coniferylbenzoat), zusätzlich sind mindestens noch 15 andere Nebenallergene bekannt. Salze der Benzoesäure werden auch in Lebensmitteln als Konservierungsstoffe (E 210 bis E 219) eingesetzt. Wer auf Perubalsam allergisch reagiert, weist ein hohes Risiko auf, konservierte Nahrung ebenfalls nicht zu vertragen. Weiters können sich Kreuzallergien gegen Vanillin und andere Aromastoffe entwickeln.

Streptocarpus Hybriden (Drehfrucht-Pflanzen) werden
gerne als Zimmerpflanzen
gehalten.

Bei den Pflanzen gelten neben der Vanille auch die Zimmerpflanze mit dem Namen "Drehfrucht" (Streptocarpus sp., Blüten ähnlich Becherprimel) als Kreuzallergene. Wer auf Perubalsam reagiert, der sollte ebenfalls Propolis meiden, denn hier besteht eine 50%ige Chance für eine Kreuzallergie. Sehr ähnlich ist auch Tolubalsam (gleiche Pflanzengattung, Myroxylon balsamum var. balsamum -- Tolubalsambaum).

Laut einer im „Journal of the American Academy of Dermatology” veröffentlichten Studie können aber auch Tomaten, Zitrusfrüchte und scharfe Gewürze die Allergie verschlimmern. Die Studiendurchführenden weisen aufgrund ihrer Ergebnisse darauf hin, dass der Aspekt der Ernährung bei Perubalsam-Allergikern stärker in die Therapie miteinbezogen werden sollte.

Literatur: Donald V. Belsito, MD "Surviving on a balsam-restricted diet: Cruel and unusual punishment or medically necessary therapy?"
Journal of the American Academy of Dermatology

September 2001, part 1 • Volume 45 • Number 3 • p470 to p472