Druckansicht
Sind Antidepressiva nur Glückspillen, die abhängig machen ?
 
Wie so häufig beruhen Vorurteile auf mangelnde Informationen
 
Lichtmangel führt in den Herbst- und Wintermonaten bei vielen Menschen zu einer gedrückten Stimmung. In diesem Fall ist eine depressive Stimmung meist kurzzeitig und situativ erklärbar. Den Übergang von einer Verstimmung zu einer krankhaften depressiven Erkrankung empfinden die meisten Menschen als fließend. Das erklärt auch, warum nur etwa jeder zehnte Mensch mit psychischen Problemen, die behandelt werden sollten, Kontakt zu einem Therapeuten aufnimmt.

Viele Patienten haben aber auch besonders große Angst vor einer Therapie und ihren Nebenwirkungen. Ein Teil dieser Ängste geht auf weit verbreitete Vorurteile gegenüber Arzneimitteln, die gegen Depressionen eingesetzt werden, zurück. Viele halten Antidepressiva einfach nur als "Glückspillen", die abhängig machen. Moderne Antidepressiva machen aber weder abhängig noch „high“ – ein gesunder Mensch wird durch diese Medikamente nicht glücklicher.

Die ausreichende und richtige medikamentöse Therapie von seelischen Erkrankungen ist aber ebenso notwendig wie die Behandlung von körperlichen Beschwerden. Wie so häufig beruhen Vorurteile bzw. Ängste auf mangelnde Informationen. Fragen Sie Ihren Apotheker und lesen Sie hier mehr über die Wirkung moderner Arzneimittel, wie es beispielsweise die selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) sind.