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Reisen mit Kind: Die Urlaubsapotheke für alle Fälle
 
 
Die häufigste Erkrankung der Kinder im Urlaub ist Durchfall. Der kann unterschiedlich lang und schwer verlaufen und damit die Urlaubsfreuden mehr als trüben. Ebenfalls häufig sind Fieber und Schmerzen – vom Kopf bis zu den Gliedern – die »ausgerechnet« im Urlaub auftreten. Und schließlich kann auch die Sonne krank machen, wenn Kinder zuviel davon erwischen. Eine gut durchdachte Reiseapotheke lindert Schmerzen und kann Schlimmeres verhindern.


Zwar denkt man bei der Urlaubsvorbereitung lieber an die angenehmen Dinge, doch sollte auch für alle Fälle vorgesorgt sein. Denn ein anderes Klima, mangelnde hygienische Bedingungen, ungewohnte Ernährung und auch ein anderer Lebensrhythmus belasten den kindlichen Körper. Univ.-Prof. Dr. Radvan Urbanek, Universitätskinderklinik Wien, empfiehlt nachdrücklich, die Urlaubsapotheke vor Reiseantritt gründlich zu kontrollieren und zu ergänzen bzw. die Verfallsdaten der Medikamente zu beachten.

Reiseplanung und -organisation

„Reisen mit Kindern müssen gut geplant und vorbereitet werden“, rät Professor Urbanek. Man kann vorbeugend und vor Ort einiges tun, um das Erkrankungsrisiko zu senken. Neigt das Kind zu Schwindel, Übelkeit und Erbrechen während der Fahrt können Kaugummi oder andere Mittel aus der Apotheke helfen, die Reisekrankheit zu mildern. „Säuglinge sollten bei einer Reise in ein anderes Klima oder ein Land mit unsicheren hygienischen Bedingungen nach Möglichkeit weiter voll gestillt werden.“, empfiehlt der Kinderspezialist.

Allzeit bereit

Mit einer gut bestückten Reiseapotheke sollte der Familienurlaub mit Kindern dann auch im Fall des Falles glimpflich verlaufen. Dazu gehören Fieberthermometer und ein fiebersenkendes Mittel als erste Maßnahme – wenn das Fieber dennoch weiter steigt, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Bei Durchfall braucht ein Kind viel Flüssigkeit und ein Elektrolytpräparat, um die Salzverluste auszugleichen. Verschiedene Produkte sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Ihr Apotheker kann Sie dazu ausführlich beraten. Für Kleinkinder beachten: Damit es nicht soweit kommt, die gewohnte Säuglingsnahrung mitnehmen, Wasser dafür abkochen. Und für die Größeren gilt: Trinkwasser, Eiswürfel, Obst und Salat, Meerestiere und rohes Fleisch mit Vorsicht bzw. gar nicht genießen.