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Wissenswertes zu Rotklee
 
Die vielfältigen Wirkungen der Phytohormone auf den menschlichen Körper
 
Rotklee (Trifolium pratense) aus der Familie der Schmetterlingsblüter kennt bestimmt jedermann von heimischen Wiesenflächen. Er ist eine der reichsten Quellen für pflanzliche Hormone. Diese pflanzlichen Hormone (auch Phytohormone oder Phytoöstrogene genannt) zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und erfüllen vielfältige Aufgaben. Phytohormone haben nämlich eine ähnliche, nur schwächere Wirkung wie die vom Körper selbst produzierten Sexualhormone (Östrogene). Durch ihre spezifischen Eigenschaften können Phytoöstrogene daher eine nachlassende Eigenproduktion des Körpers ergänzen.

Die vielfältigen Wirkungen dieser Phytohormone auf den menschlichen Körper wurden erst jüngst durch den Zusammenschluss namhafter österreichischer Kapazitäten auf dem Gebiet der Frauenheilkunde, der Pharmakologie und der Pharmakognosie erforscht.

So fand der Leiter der Forschungsgruppe “Klimakterium”, Univ.-Prof. DDr. J. C. Huber (Wien) mit seinem Kollegium (Ass.-Prof. Dr. M. Metka, Univ.-Prof. Dr. A. Jungbauer und Univ.-Prof. Dr. W. Kubelka) heraus, dass Rotklee Isoflavone (Phytoöstrogene) in quantitativ höherer Menge aufweist als Soja, das bisher als die reichste Quelle an Isofalvonen galt.

Darüber hinaus sind die Rotklee Isoflavone auch noch qualitativ hochwertiger. Der Qualitätsunterschied besteht darin, dass die Isoflavone des Rotklees nicht protein - sondern glycosegebunden sind, was eine deutliche Verbesserung der Bioverfügbarkeit bedeutet.

Epidemologische Daten zeigen, dass eine phytoöstrogenreiche Ernährung einen positiven Einfluss auf verschiedene chronische Erkrankungen wie Osteoporose, Herz-Kreislauf- und hormonabhängige Krebserkrankungen hat. Japaner konsumieren viel mehr Soja und Rotkleeprodukte als die westlichen Industrienationen. Wechseljahrebeschwerden und Prostataerkrankungen treten in Japan viel seltener als in Europa und den USA auf.

Mehr darüber siehe ÖAZ 21 / 2001