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Vitamine, die Fett lieben (1)
 
A und D gehören zu den sogenannten fettlöslichen Vitamine
 
Öl im Salat und Butter im Gemüse helfen dem Körper bei der Aufnahme einiger wichtiger Vitamine. In Apotheken berät man zur optimalen Versorgung mit Vitaminen.



A, D, E und K heißen die Vitamine, die das Fett lieben. Das ist auch der Grund, warum zum Beispiel frischer Karottensaft mit etwas Öl getrunken werden sollte. Dann kann der Körper das Vitamin A nämlich leichter aufnehmen. Vitamin A gehört zu den Carotinen (Karotte!) und ist empfindlich auf Licht und Kochen. Dabei gehen bis zu 80 Prozent verloren. Der Körper braucht Vitamin A für das Sehen, für das Knochenwachstum und als Schutz vor sogenannten freien Radikalen. Diese werden ständig als Folge von Abbauvorgängen im Körper gebildet. Freie Radikale können Zellbestandteile schädigen und so auch zur Entstehung von Krebs beitragen. Der Körper weiß zwar, wie er sie unschädlich machen kann. Wenn aber sehr viele anfallen, zum Beispiel bei Rauchern oder bei einem Sonnenbrand, kann er schon einmal überlastet sein.

In der Leber gibt es zwar einen Vitamin A-Speicher, der für ein Jahr reicht. Krankheiten oder falsche Ernährung können trotzdem zu einem Mangel führen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Kinder im ersten Lebensjahr ausschließlich Kuhmilch bekommen. Auch Alkoholiker und Raucher sind anfällig für Vitamin A-Mangel. Eines der Symptome ist Nachtblindheit. Schwerer Mangel kann überhaupt zur Erblindung führen. Das ist eines der großen Ernährungsprobleme der Dritten Welt. Millionen Menschen haben aufgrund eines Vitamin A-Mangels schon ihr Augenlicht verloren.

Vitamin A ist in einer Reihe von Nahrungsmitteln enthalten: Leber, Milch, Eigelb, Hefe, Pilze, Pflanzenöle; Vorstufen finden sich in Karotten, grünem Gemüse und Obst. Eine Überdosis von Vitamin A, die durch einseitige Vitaminpräparate möglich ist, kann zu gesundheitlichen Schäden führen. Aus diesem Grund sollte ausgewogenen Vitaminpräparaten der Vorzug gegeben werden.

Bei Vitamin D braucht man sich keine Sorgen zu machen, dass nach dem Kochen nichts mehr übrig ist. Aber das würde man mit dem Lebertran ohnehin kaum machen. Mit der Leber schon eher, da ist es nämlich auch enthalten. Außerdem in Butter und Eidotter. Die Vorstufe findet sich in Hefe, Pilzen und Pflanzenölen.

Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium und Phosphat im Dünndarm (beide sind wichtig für die Knochen!). Im Gegensatz zum Vitamin A verfügt der Körper nur über einen kleinen Speicher in Haut, Fettgewebe, Leber und Muskeln. Abgesehen von Krankheiten und der Einnahme von Medikamenten gegen Epilepsie kann es vor allem durch zu wenig Sonnenlicht zu einem Mangel kommen (Rachitis, Knochenschäden). Es genügt aber schon, wenn das Gesicht in die Sonne kommt. Vitamin D liefert also keine Begründung für exzessives Sonnenbaden.

Eine Überdosis von Vitamin D kann zu gesundheitlichen Schäden führen. Aus diesem Grund ist die Einnahme von ausgewogenen Vitaminpräparaten zu empfehlen.