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Die lästige Pollenallergie
 
In Österreich sind 7 bis 10 Prozent der Menschen von einer allergischen Rhinitis betroffen.
 
Mit juckenden, tränenden Augen und rinnender Nase verwünscht so mancher Zeitgenosse seine Allergiedisposition.


Bei Kindern sind besonders jene in städtischen Bereichen betroffen, was auf Umweltfaktoren als zusätzliche Auslöser rückschließen lässt. Auf eine Behandlung zu verzichten und den Heuschnupfen als lästige Bagatelle abzutun, wäre nicht klug. Denn wie man heute weiß, erkranken in vielen Fällen solche Menschen später an Asthma bronchiale! Für Heuschnupfen dürfte eine vermehrte Empfindlichkeit der Nasenschleimhaut und zugleich der Bronchien für allergisierende Stoffe verantwortlich sein. Wenn ein unerklärbarer, andauernder Husten auftritt, insbesondere bei Belastung und nachts, besteht die Notwendigkeit zur Abklärung. Denn der Husten kann Vorbote eines beginnenden Asthma bronchiale sein!

Womit kann man die Beschwerden nun am besten lindern?

Tipp vom Apotheker:

Die beliebten abschwellenden Nasentropfen erleichtern zwar die Nasenatmung, haben aber keinen Einfluss auf den allergischen Prozess. Man soll sie nur zeitweise und nicht länger als ein paar Tage anwenden, um Schäden an der Nasenschleimhaut und einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden.

Zu den geeignetsten Mitteln bei Heuschnupfen, zählen heute die als Nasenspray anzuwendenden wasserunlöslichen Kortikoide. Wegen ihrer geringen Wasserlöslichkeit können sie nicht in die Blutbahn gelangen und sind deshalb äußerst sicher. Trotzdem unterliegen sie heute noch der Rezeptpflicht. Die wässrige Suspension im Spraybehälter muss übrigens vor der Anwendung immer gut geschüttelt werden. Dann erst darf man einen Sprühstoß in die vorher gut geschnäuzte Nase abgeben. Zur Ergänzung der Behandlung dienen Antihistaminika als Augentropfen, denn die Kortikoide bessern das Augenjucken zu wenig und zu langsam.

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