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Mariendistel gegen Pilzvergiftung
 
Silymarin wirkt leberschützend, leberstärkend und entgiftend
 
Im Herbst ist Schwammerlzeit, da ist das Sammeln der Pilze ein Vergnügen für die ganze Familie. Speisepilze sind kalorienarm, eiweiß-, mineralstoff- und ballaststoffreich, und bringen Abwechslung in den Speiseplan.

Es gibt mehrere hundert Arten von Speisepilzen in Mitteleuropa, von denen aber nur einige Dutzend allgemein bekannt sind und häufiger verzehrt werden. Am bekanntesten sind die Eierschwammerln (Pfifferlinge), Steinpilze (Herrenpilz), Parasol und Maronenröhrlinge (Braunhäuptchen). Doch viele ungenießbare oder giftige Pilzarten können den genießbaren Arten täuschend ähnlich sehen. Daher beim Sammeln, aber auch beim Kauf von gesammelten Pilzen "am Straßenrand" entsprechend vorsichtig sein.

Fast 90 Prozent aller tödlich ausgehenden Pilzvergiftungen gehen auf den Knollenblätterpilz zurück, der immer wieder mit dem Wiesenchampignon verwechselt wird. Schon kleinste Mengen sind gefährlich.

Vergiftungssymptome treten erst spät auf

Die für die Knollenblätterpilzvergiftung verantwortlichen Amatoxine sind starke Leberzellgifte. Bereits der Verzehr eines Pilzes kann tödlich sein. Die Symptome der Knollenblätterpilz-Vergiftung treten meist erst 8- bis maximal 48 Stunden nach dem Verzehr auf. Bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung sollte unverzüglich ein Notarzt aufgesucht werden. Pilzreste und Erbrochenes aufheben!


Mariendistel (Silybum marianum)
    Ein Naturstoff aus der Mariendistel hilft

    Bei einer Pilzvergiftung muss im Spital, neben den üblichen Maßnahmen bei Vergiftungen, so früh wie möglich eine Behandlung mit Präparaten erfolgen, die aus der Mariendistel (Silybum marianum) gewonnen werden.

    Silymarin ist ein aus den Früchten der Mariendistel (auch Christi Krone oder Lait de Notre Dame genannt) gewonnener Wirkstoff, der leberschützend, leberstärkend und entgiftend wirkt.

    Die Mariendistel ist eine im Spätsommer mit auffällig violett leuchtenden Blüten ausgestattete Pflanze, die etwa 1,5 m hoch wird. Die leicht marmorierten Blätter haben einen dornigen Rand.

    In Österreich ist das Waldviertel zu einem Zentrum für die europäische Mariendistelproduktion und -verarbeitung geworden.


Tipp:
SchwammerlexpertInnen begutachten in den Marktämtern Wiens kostenlos die Funde eifriger und interessierter SchwammerlsucherInnen. Dieser einzigartige Service der Pilzberatung des Wiener Marktamtes soll all jenen helfen, die sich über ihre Funde nicht sicher sind.

Die Vergiftungsinformationszentrale www.giftinfo.org bietet rund um die Uhr ärztlich-toxikologische Beratung bei akuten Vergiftungsfällen unter der Notrufnummer 01 – 406 43 43 an.