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Stress: was zu viel ist, ist zu viel
 
Schutz vor freien Radikalen
 
Gegen Stress kann man viel tun. Die Apotheke unterstützt mit sanften Heilmitteln.



Ein gewisses Maß an Stress ist ja durchaus positiv, beflügelnd und gesund. Aber was zu viel ist, ist zu viel. Dauerstress macht krank. Das Spektrum stressbedingter Beschwerden umfasst Migräne, überhöhten Blutdruck, Herzkrankheiten und Magengeschwüre und reicht bis zu einer Schwächung des Immunsystems.

Nicht alle Menschen reagieren gleich auf Dauerstress. Der eine wird aggressiv, der andere depressiv. Auch die Ursachen für den Stress sind ja verschieden. Signale für zu viel Stress sind zum Beispiel Gereiztheit, innere Unruhe, Einschlafstörungen, Erschöpfung, Lustlosigkeit, Herzklopfen. Wenn man das an sich bemerkt, ist es höchste Zeit, sich einen Ausweg aus dem Schlamassel zu suchen. Schließlich geht es um die Lebensqualität - vielleicht sogar das Leben.

Alles in allem ist die Stressbewältigung also eine sehr persönliche Angelegenheit. Die vielen Ansatzpunkte und Methoden müssen individuell abgestimmt werden. Immer eine gute Idee ist es, wieder zu lernen, sich zu entspannen. Dafür eignen sich die diversen Entspannungstechniken von autogenem Training bis Yoga, aber auch regelmäßige Spaziergänge oder Ausdauersport. Freilich machen es einem die heutigen Lebensbedingungen nicht leicht: immer soll man perfekt „funktionieren“. Da das aber wohl nicht möglich ist, ist es für den Abbau von Dauerstress auch wichtig, seine eigenen Grenzen zu akzeptieren. Weiters gilt es, die Ursachen des Stress zu finden und dann so gut als möglich zu beseitigen.

Man kann auch auf anderer Ebene dem Stress beziehungsweise seinen Auswirkungen auf den Körper entgegenarbeiten. In diesem Zusammenhang ist in letzter Zeit den Vitaminen E, C und Beta-Carotin viel Aufmerksamkeit zuteil geworden. Sie schützen nämlich vor den sogenannten freien Radikalen, die ständig bei normalen Stoffwechselvorgängen im Körper entstehen, bei Stress aber vermehrt gebildet werden. Passiert das im Übermaß, können sie Zellen und Gewebe schädigen.

Wenn man zu viel Stress hat, schläft man oft auch schlecht. Dabei wäre gerade das sehr wichtig. Man könnte nun versucht sein, dem Schlaf mit etwas mehr Alkohol nach zu helfen. Das geht aber sicher daneben. Man schläft zwar schneller ein, aber die erholsamen Tiefschlafphasen werden unterdrückt, sodass man sich am nächsten Tag wie gerädert fühlt. Außerdem muss der Körper dann auch noch die Restmengen Alkohol beziehungsweise die giftigen Abbauprodukte verarbeiten. Viel besser wäre zum Beispiel ein kurzer Spaziergang vor dem Schlafengehen und ein frühes leichtes statt ein spätes schweres Abendessen. Sehr hilfreich kann dann noch ein Nerven- oder Schlaftee sein, wie man ihn in Apotheken bekommt. Solche Tees enthalten Heilkräuter wie Orangenblüte, Lavendel, Melisse, Johanniskraut, Passionsblume und Hopfen.