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Prellung, Quetschung, Bluterguss
 
Linderung bei stumpfen Verletzungen bringen auch pflanzliche Präparate
 
Prellungen, Quetschungen und Blutergüsse sind sogenannte „stumpfe“ Verletzungen, die besonders häufig als Sportverletzungen auftreten. An pflanzlichen Arzneimitteln kommen dabei vor allem Arnikablüten, Beinwellkraut und Johanniskrautöl zur Anwendung.

Wie groß die Wertschätzung in der Volksmedizin für Arnikablüten ist, lässt sich schon aus dem in Deutschland traditionellen Namen „Bergwohlverlei“ ersehen. Allerdings steht Arnika derzeit unter Naturschutz - in der Apotheke gibt es aber Präparate, die aus geeigneten Gebieten stammen. Abgesehen von den klassischen Sportverletzungen wirkt Arnika auch bei Insektenstichen lindernd. Auf verletzter Haut oder offenen Wunden sollte man es nicht anwenden. Das kann zu entzündlichen Reaktionen führen.

Die Beinwellwurzel enthält unter anderem Allantoin, Schleime und Gerbstoffe. Alle drei unterstützen die Heilung bei stumpfen Verletzungen.

Johanniskrautöl wird hergestellt, indem das zerquetschte, frische Kraut sechs Wochen lang in Öl eingelegt wird. Das Öl nimmt dabei eine rote Farbe an. Dieses Öl wird hauptsächlich für die Nachbehandlung stumpfer Verletzungen und die Behandlung von Muskelschmerzen eingesetzt.