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Lein: Pflanze des Monats August
 
 
Weltweit gibt es rund 200 Lein-Arten, 36 davon wachsen in Europa und rund 10 Arten auch in Österreich. Linum usitatissimum (was übersetzt so viel heißt wie „äußerst nützlicher Lein") auch Saat-Lein oder Flachs genannt, ist eine uralte Kulturpflanze, die in allen Erdteilen kultiviert wird, von der aber heute keine Wildformen mehr existieren.

Der Lein ist zugleich Nutz- und Arzneipflanze
Als Faserpflanze wird der Lein wegen seiner robusten und vielseitig einsetzbaren Bastfasern des Stängels genutzt. Aus den Samen kann Leinöl gewonnen werden. Leinsamen wird auch in der Nahrungsmittelindustrie verwertet.

Lein pharmazeutisch betrachtet
Leinsamen (Lini semen laut Pharmacopoea Europaea), bestehend aus den getrockneten, reifen Samen von Linum usitatissimum, hat eine stuhlregulierende Wirkung. Mit reichlich Flüssigkeit quellen die Schleime, was das Füllvolumen im Darm erhöht und über einen Dehnungsreiz den Stuhlgang auslöst.

Inhaltsstoffe:
Schleim: bis 10% Schleimpolysaccharide, die in der Epidermis der Samenschale lokalisiert sind. Weitere Inhaltsstoffe: Ballaststoffe (ca. 25 %), fettes Öl (bis 45%), Sterole, cyanogene Glykoside, Lignane.

Wichtiger Hinweis:
Leinsamen müssen mit einer genügenden Menge an Flüssigkeit angewendet werden! Leinsamen dürfen bei Ileus (Darmverschluss) nicht eingenommen werden. Die Resorption gleichzeitig eingenommener Arzneimittel kann verzögert werden.

Empfohlene Dosierung:
Mittlere Tagesdosis: 30 g Leinsamen

Weitere Informationen zu Verbreitung, Geschichte und landwirtschaftlichen Aspekten:
Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit www.ages.at/