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Wie gesund ist Schokolade?
 
Blutdruck wird messbar gesenkt und Insulin besser genützt
 
Bluthochdruck-Patienten, die ihren Speiseplan täglich um eine Tafel halbbittere Schokolade ergänzen, senken ihren Blutdruck messbar. Weiters wurde beobachtet, dass nach dem Verzehr von dunkler Schokolade die Insulinresistenz signifikant niedriger und die Sensivität der Insulinrezeptoren höher war, der Körper also Zucker besser abbauen konnte. Diese Entdeckung ist vor allem für Diabetiker von Bedeutung.


Diese positive Wirkung wird den Polyphenolen in der dunklen Schokolade zugeschrieben. Milchschokolade oder weiße Schokolade zeigen diesen Effekt nicht, da sie zu wenig von diesen sogenannten sekundären Pflanzeninhaltsstoffen enthalten.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Claudio Ferri von der Universität L´Aquila - Italien, die in der Ausgabe März 2005 des American Journal of Clinical Nutrition publiziert wurde (Link zum Abstract auf www.ajcn.org/ ).

Polyphenole sind Stoffe, die sich vor allem in den Blättern und Randschichten von Pflanzen befinden. Dort schützen sie die Pflanze vor schädlichen Umwelteinflüssen (freien Radikalen). Zu den Polyphenolen gehört auch Resveratrol, ein Phytostilben das auch in Heidelbeeren und im Rotwein vorkommt.

Das tägliche Stück Schokolade erhöht weiters den Serotonin- und Endorphinspiegel, was sich positiv auf die Stimmung auswirkt. Allerdings müssen die aufgenommenen Kalorien an anderer Stelle wieder eingespart werden. Weiters muss vor einer "Schokoladesucht" gewarnt werden.