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Experte entkräftet Zusammenhang zwischen Hepatitis-B-Impfung und Multiple Sklerose-Erkrankung
 
 
Laut den Ergebnissen einer US-Studie, die in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift "Neurologie" veröffentlich wurde, sollen Hepatitis-B-Impfungen möglicherweise Erkrankungen an Multipler Sklerose (MS) auslösen.

Der MS-Experte Univ.-Prof. Dr. Karl Vass, Univ.-Klinik für Neurologie Wien, betont stellungnehmend dazu, dass bereits seit Mitte der 90er Jahre ein möglicher Zusammenhang zwischen einer Hepatitis-B-Impfung und dem Ausbruch bzw. einer Verschlechterung der Multiplen Sklerose diskutiert wird. Dieser konnte jedoch in mehreren Untersuchungen mit verschiedenen methodischen Ansätzen bis dato nicht nachgewiesen werden.

Für jene Personen, die bereits an MS erkrankt sind, besteht laut Univ.-Prof. Dr. Vass, nach einer Hepatitis-B-Impfung kein erhöhtes Risiko einer Verschlechterung. "Angesichts der möglichen Folgen einer Erkrankung an Hepatitis-B wäre es falsch, von einer Impfung abzuraten", so Univ.-Prof. Vass weiter.

Der weltweit größte Kongress zum Thema Multiple Sklerose von 6. bis 9. Oktober in Wien wird sich auch mit diesen Themenbereichen beschäftigen. Mehr als 3.000 Mediziner und Experten werden zum 20. Kongress des Europäischen Komitees für Behandlung und Forschung der Multiplen Sklerose (ECTRIMS) und dem 9. Kongress für Rehabilitation in MS (RIMS) im Austria Center Wien erwartet.

Stand 15. September 2004
Rückfragehinweis:

Univ.-Prof. Dr. Karl Vass
Univ.-Klinik für Neurologie Wien
Tel.: 01/40400-0
Weitere Informationen zum Multiple Sklerose Kongress ECTRIMS
und zur Multiple Sklerose Gesellschaft Österreich:
www.akm.ch/ectrims2004 und www.msges.at