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Vitamin C
 
Der Superstar unter den Vitaminen
 
Das berühmteste Vitamin dürfte wohl das Vitamin C sein. In Ihrer Apotheke bekommen sie nicht nur das, sondern auch Beratung.



Einiges davon, was dem Vitamin C (Ascorbinsäure) nachgesagt wird, stimmt tatsächlich. Es hat sich vom Anti-Skorbut-Vitamin zur vielseitig wirksamen Substanz gemausert.

So wirkt Vitamin C gegen die schädlichen Sauerstoffradikale und zerstört bestimmte krebserregende Substanzen (z.B. Nitrosamine). Das heißt aber nicht, dass die Einnahme von Vitamin C „immun“ gegen Krebs machen kann. Ein gewisser Zusammenhang zwischen Vitamin C und der Krebshäufigkeit konnte nur bei Magenkrebs gefunden werden: es gibt Hinweise, dass Vitamin C eine vorbeugende Schutzfunktion hat. Im Allgemeinen scheint es so zu sein, dass die vorbeugende Wirkung gegen Krebs vom Zusammenwirken verschiedener Vitamine und anderer sogenannter Mikronährstoffe in Obst und Gemüse abhängt. Daher die 5er-Regel: Fünf Mal am Tag Obst oder Gemüse.

Nachgewiesen konnte auch eine Schutzwirkung von Vitamin C gegen Erkrankungen der Atemwege werden. Das betrifft nicht nur einfache Erkältungskrankheiten, sondern auch schwerere Krankheiten wie Asthma. Auch die Wahrscheinlichkeit koronarer Herzkrankheiten wird durch Vitamin C verringert. Das Herz wird besser durchblutet. In einer Studie hat sich gezeigt, dass ein hoher Spiegel von Vitamin C im Blutplasma mit einem niedrigeren Blutdruck und einem höheren Spiegel an „gutem“ HDL-Cholesterin zusammenhängt.

Vitamin C kommt in vielen Gemüsen (z.B. Paprika, Petersilie, Erdapfel, Tomaten) und Früchten (z.B. Zitrusfrüchte, Hagebutten, Sanddorn, Erdbeeren), aber auch in Leber vor. Mangel kann durch einseitige Ernährung entstehen, auch kochen in Kupfergeschirr zerstört Vitamin C. Frühe Symptome eines Mangels sind Müdigkeit, Schwäche, Zahnfleischbluten, Infektanfälligkeit, später unter anderem der berüchtigte, heute praktisch nicht mehr vorkommende, Skorbut.

Neuesten Forschungsergebnissen zufolge liegt die empfohlene Tagesdosis im Normalfall bei einem Fünftel Gramm. Das ist etwa eine Messerspitze, wobei man ja mit vielen Nahrungsmitteln schon Vitamin C zu sich nimmt. Manchmal wird die Einnahme von mehreren Gramm Vitamin C pro Tag empfohlen. Bevor man die Ascorbinsäure aber löffelweise schluckt, sollte man lieber den Apotheker fragen. Ab etwa sechs Gramm pro Tag - bei manchen auch früher - wird jedenfalls der Körper beginnen zu protestieren und zwar mit Durchfall und/oder Reizungen der Niere (Nierensteine).