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Magnolienextrakt wird seit 2000 Jahren in der TCM verwendet
 
Phytopharmaka bei Hitzewallungen, Schlafstörungen und Verstimmungszuständen
 
Die immergrüne Magnolie Magnolia grandiflora (Magnoliaceae) kommt in wärmeren Gebieten Asiens und in Amerika vor. In Ost- und Südostasien wachsen Magnoliaceen etwa vom Himalaya bis nach Malaysia, in Amerika findet man sie von den südöstlichen USA bis Brasilien.

Foto: pixelio.de, Karl-Heinz Liebisch
    Der Baum wird etwa 20 bis 25 m hoch. In Europa werden die Pflanzen ausschließlich als Zierbäume gepflanzt, wo sie sich seit dem 18. Jahrhundert in Form der reinen Arten oder als Zuchthybriden großer Beliebtheit erfreuen. Besonders beeindruckend sind die etwa 25 cm großen Blüten, die zudem noch einen angenehmen Duft verbreiten.
Zu den Inhaltsstoffen von Magnolien gehören neben dem charakteristischen ätherischen Öl auch Sesquiterpene, dimere Phenylpropanoide, Benzylisochinolinalkaloide, Cumarine und Phenylpropanoidglykoside. Die arzneiliche Verwendung von Magnolien ist für den Asiatischen Raum seit dem ersten Jh. v. Chr. dokumentiert. Im Magnolienextrakt finden sich als Hauptbestandteile die Biphenole Magnolol und Honokiol, die sich durch antioxidative und antiinflammatorische Effekte auszeichnen. Honokiol besitzt zusätzlich eine ausgleichende Wirkung auf den Schlaf und bei Stimmungsschwankungen.

In den Apotheken sind pflanzliche Präparate erhältlich, die neben Magnolienextrakt u.a. auch Isoflavone aus Soja enthalten, und die bei Wechselbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Verstimmungszuständen eingesetzt werden.

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