Druckansicht
Abnehmen ohne Jojo-Effekt
 
Ernährungspyramide
 
Der schnelle Gewichtsverlust nach Blitzdiäten ist meist auf den Verlust von Wasser und Muskelmasse zurückzuführen. Die Fettpolster bleiben dagegen fast unangetastet. Weniger Muskelmasse bedeutet aber gleichzeitig einen geringeren Bedarf an Nahrungsenergie. Die Folge: Isst der Betroffene nach der Diät wieder "normal", werden die nun überflüssig gewordenen Kalorien im Fettgewebe gespeichert (Jojo-Effekt). Innerhalb kürzester Zeit zeigt die Waage wieder das Ausgangsgewicht an.

Diesem Dilemma kann man mit einem Diät- und Ernährungsprogramm entgehen. Das A und O einer vernünftigen Gewichtsabnahme ist neben dem langsamen Abnehmen eine Veränderung der Essgewohnheiten .

Ernährungs-Tipps von Ihrer Apothekerin:

    • bevorzugen sie eine abwechslungsreiche Mischkost
    • Keine Kalorien zählen, fettarme, Kohlenhydrat- und ballaststoffreiche Lebensmittel bevorzugen
    • Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit Obst, Gemüse, Vollkorn- und Milchprodukten sowie geringe Mengen Fleisch.
    • Mindestens 1,5 Liter kalorienfreie/-arme Getränke

Eine gute Hilfe für das Abnehmen ist das Führen eines Essens-Protokolls oder -Tagebuchs sowie die Unterstützung durch eine Gruppe. Wer täglich mehrmals auf die Waage steigt, macht sich zum persönlichen Sklaven. Einmal pro Woche wiegen ist genug! Besser als strikte Verbote ist Einteilen lernen und Maßhalten.

Absolutheitsansprüche wie "Das esse ich jetzt zum letzten Mal" kann man nicht erfüllen. "Iss das Richtige" ist ein besseres Motto als "Iss die Hälfte"! Mindestens 200 Gramm Gemüse und Obst sollten täglich auf dem Speiseplan stehen. Vollkornprodukte sind reich an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Sie müssen deshalb gut gekaut werden und sättigen besser als die entsprechenden Produkte aus weißem Mehl.

Die Ernährungspyramide zeigt anschaulich, wie das geht: Alles ist erlaubt, aber es kommt auf die Menge und das richtige Verhältnis an.

Wer sich darüber hinaus noch körperlich fit hält, z.B. indem er täglich mindestens eine halbe Stunde zügig spazieren geht, steigert damit nicht nur sein allgemeines Wohlbefinden, sondern auch die Freude am Leben.



Diese Ernährungspyramide wurde von der Arbeitsgruppe des Obersten Sanitätsrats (OSR) "Public Health – Ernährung" unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Michael Kunze (Institut für Sozialmedizin, Medizinische Universität Wien), koordiniert durch das Zentrum Ernährung & Prävention der AGES, entwickelt.

(aktualisiert 07/2016)