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Leber- und Gallenbeschwerden
 
 
Gallenblasenentzündung ist eine akute oder chronische Entzündung der Gallenblasenwand, die meist durch Gallensteine verursacht wird und sich in Schmerzen im rechten Oberbauch, Ausstrahlung in die rechte Schulter, Übelkeit, Erbrechen und manchmal Fieber äußert. Nur leichte Beschwerden können hier in Selbstmedikation behandelt werden; dies trifft auch auf Lebererkrankungen zu. Sowohl in bezug auf die Gallenblase als auch auf Lebererkrankungen sind zusätzliche Maßnahmen unterstützend zur ärztlichen Therapie möglich. Darüber hinaus können Arzneipflanzenzubereitungen hervorragend vorbeugend angewandt werden.

Arzneipflanzenpräparate aus Artischockenblätter und Curcumawurzelstock sowie Löwenzahnwurzel, Schöllkraut, Schafgarbenkraut, Wermutkraut und Angelikawurzel u. a. in Mischungen und Hymecromon

      • regen den Gallenfluss an und verhindern einen Gallenstau; sie sind auch bei Gallensteingrieß empfehlenswert, dürfen aber nicht bei einem Verschluss der Gallenwege durch Gallensteine eingesetzt werden.
Krampflösende Mittel wie Butylscopolamin
      • wirken kolikartigen Schmerzen entgegen. Sie dürfen nicht in der Stillzeit, bei Engwinkelglaukom, Prostataadenom, Gallensteinen und Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden.
Schmerzmittel wie Paracetamol
      • bekämpfen symptomatisch Schmerzen und Entzündung, beseitigen aber nicht die Ursache der Beschwerden.
Mariendistelfrüchte werden zusätzlich zur Therapie von chronisch entzündlichen Lebererkrankungen und Leberzirrhose sowie bei einer Knollenblätterpilzvergiftung und bei dyspeptischen Beschwerden gegeben.
      • Sie wirken cholagog und erhöhen die Regenerationsfähigkeit der Leberzellen. Alle Maßnahmen, die zusätzlich zur ärztlichen Therapie gesetzt werden, sollten mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Die Homöopathika Carduus, Chelidonium, Phosphorus und Quassia sind als zusätzliche Therapie bei Leberzirrhose geeignet.

TIPPS VON IHREM APOTHEKER
      • keine fettreichen Speisen, Zubereitung nur mit leicht verdaulichen Fetten wie z.B. kaltgepresste Öle oder in einem Dampfgarer
      • Kaffee, Alkohol und Nikotin meiden
      • bei leichten chronischen Beschwerden: warme bzw. heiße Auflagen
      • bei akuter Entzündung: kalte Umschläge und Empfehlung eines Arztbesuches


Quelle:

April 2009