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Vitamin B
 
In vielen Nahrungsmitteln enthalten
 
Ohne die B-Vitamine läuft im Körper gar nichts - aber sie sind ja in vielen Nahrungsmittel enthalten. In Ihrer Apotheke berät man Sie zur optimalen Versorgung mit Vitaminen.



Man muss sich schon anstrengen, einen ernährungsbedingten Mangel an B-Vitaminen (B1, 2, 6 und 12) zu entwickeln. So weit verbreitet sind die B-Vitamine. Es „funktioniert“ nur, wenn man sich fast ausschließlich von „totgekochten“ Gerichten und „Plastikessen“ ernährt. Bei Vitamin B1 geht es schneller: ausschließlich Weißbrot und/oder geschälter Reis kann zu einem Mangel führen. Neben Mangelernährung (Unterernährung) sind Magen-Darm-Erkrankungen und Alkoholismus die wichtigsten Risikofaktoren für einen Mangel an B-Vitaminen.

Bei Vitamin B1 kann ein Mangel von Leberfunktionsstörungen herrühren. Er kommt vor allem bei Alkoholikern vor und äußert sich anfangs in Gewichtsverlust, Reizbarkeit und Appetitlosigkeit, später in einer ganzen Reihe von Symptomen von Herz-Kreislaufschwäche über Gefühlsstörungen in den Beinen bis zu Gedächtnisstörungen. Vor einer Überdosierung braucht man keine Angst zu haben, größere Mengen wirken sogar schmerzstillend.

Da das Vitamin B1 in allen tierischen und pflanzlichen Zellen enthalten ist, nimmt man mit der Nahrung im Allgemeinen ausreichende Mengen auf. Besonders reichlich ist es in der Keimanlage von Reis (unpoliert!) und Getreide (ungeschält!) enthalten, in Hefe, Erdäpfeln, Leber, Kuhmilch, Schinken, Ei, Orangen, Ananas und Bananen findet es sich ebenfalls.

Vom Vitamin B 2 geht wie vom Vitamin B1 bis zur Hälfte beim Kochen verloren. Vitamin B2 ist in allen Zellen enthalten. Besonders reichlich in Roggen- und Weizenvollkorn, Hefe, Bohnen, Erbsen, Leber, Nieren, Eier und Milch.

Der Bedarf an Vitamin B2 kann unter Umständen auch mit einer ausgewogenen Ernährung nur schwer zu decken sein. Das kann der Fall sein: während Schwangerschaft und Stillzeit, in Wachstumsphasen bei Kindern und bei Leistungssportlern. Mangelerscheinungen werden vor allem bei Alkoholikern, aber auch bei Frauen, die die Pille nehmen, beobachtet. Bei Diabetikern kann es ebenfalls zu einem B2-Mangel kommen. Er macht sich unter anderem durch Mü digkeit, Risse in den Mundwinkeln, durch Lippen- und Mundschleimhautentzündungen bemerkbar. Eine Überdosierung bringt keine Nebenwirkungen mit sich.

Ganz anders bei Vitamin B6. Mehr als ein Gramm davon führt zu einer Vergiftung. Auf der anderen Seite hat das Vitamin B6 in der richtigen Dosis auch eine gewisse therapeutische Wirkung - nämlich bei Rheuma, den Beschwerden vor der Menstruation und bei Reisekrankheit.

Ein Mangel kann wieder hauptsächlich an der falschen Ernährung oder an Alkoholmissbrauch liegen. Ein gewisses Risiko haben auch Dialysepatienten. Vitamin B6-Mangel zeigt sich zum Beispiel als Dermatitis oder durch Schäden an der Mundschleimhaut.

Wie die anderen B-Vitamine findet sich das B6 in Getreide und da besonders in Reis und Gerste. Hefe, Dorschleber und -rogen enthalten ebenfalls sehr viel Vitamin B6; Muskelfleisch, Leber, Niere und Eidotter auch noch reichlich.

Vitamin B12 schließlich findet sich wie die anderen B-Vitamine an zentralen Punkten des Stoffwechsels. Vor allem aber ist es am Aufbau der Blutzellen und der Nervenhüllen beteiligt. Besonders reichlich findet sich das Vitamin B12 in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs - Rindsleber, -niere und -fleisch, Hering, Käse, Milch - aber auch in Sauerkraut.

Mangelerscheinungen sind in den meisten Fällen durch Krankheiten bedingt. Das können schwere Magen-Darm-Leiden oder Autoimmunkrankheiten sein. In diesen Fällen muss der B12-Speicher im Körper mit speziellen Prä paraten alle paar Monat aufgefüllt werden.