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Küchenkräuter geben selbst einfachsten Gerichten den letzten Schliff
 
Einige dieser Pflanzen sind auch Heilpflanzen
 
Sie lieben es würzig? Bei Salz gilt die Devise: weniger ist mehr. Die bessere Alternative sind frische oder getrocknete Kräuter. Küchenkräuter sind die Seele der Kochkunst.


Foto: © Moni Sertel / PIXELIO.de
Gut aufeinander abgestimmt geben sie selbst einfachsten Gerichten den letzten Schliff. Und sie sind sehr gesund. Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthalten sie weitere bioaktive Inhaltsstoffe. Am besten schmecken sie selbst geerntet aus dem Garten, der Terrasse oder von der Fensterbank.
    Nicht alle sogenannten Küchenkräuter sind auch im botanischen Sinne krautige Pflanzen. Aber dieser Ausdruck hat sich in der Kochkunst eingebürgert, um sie von Gewürzen, die aus Samen, Früchten, Rinde, Wurzeln usw. hergestellt werden, abzugrenzen.
      Küchenkräuter beeinflussen nicht nur den Geschmack der Speisen, einige dieser Pflanzen sind auch Heilpflanzen, sie entfalten also auch pharmakologische Wirkungen und machen so das Essen bekömmlicher.

      Von den rund 15.000 essbaren Wildpflanzen in Europa sind etwa 50 (von Bärlauch bis Zitronen-Melisse) typische Küchenkräuter.
      Buchtipp: Gewürzkräuter-Fibel von A-Z von Mag. pharm. Dr. Alfred Klement

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      Küchenkräuter pharmazeutisch betrachtet

      Kräuter finden nicht nur als Gewürze in der Küche Verwendung, sie sind auch eine wichtige Grundlage vieler Arzneien. Unsere Apothekerin hat uns heute einige der häufigsten "Pharmazie-Kräuter" mitgebracht.

      TV-Apothekerin Mag.pharm. Sonja Wurst in der Sendung Frühlingszeit am 6.4.2011 um 17:40 Uhr im ORF 2.
      Beitrag als Video abspielen (Windows Media-Audio-/Videodatei 340 KBits/s)

      Anbei ein kurzer Überblick über die Wirkungsweisen einiger Küchenkräuter:
      Antibakteriell: Bärlauch, Majoran, Oregano, Schnittlauch
      Appetitanregend: Estragon, Thymian
      Beruhigend: Minze, Zitronenmelisse
      Blähungswidrig: Bohnenkraut
      Entwässernd: Petersilie
      Entzündungshemmend: Oregano, Salbei,
      Funktionelle Oberbauchbeschwerden: Lavendel
      Krampflösend: Dill, Lorbeer, Minze, Thymian
      Verdauungsfördernd: Basilikum, Rosmarin, Thymian

      Tipp: Die Internet-Gewürzseiten von Gernot Katzer sind seit Jahren erste Adresse für fundierte Informationen zu über 100 Gewürzen. Übersichtlich und mit vielen Fotos werden Botanik und Pflanzennamen, Herkunft, Inhaltsstoffe und Tipps zur Anwendung besprochen.
      Link: http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/index.html