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Sonne ohne Schattenseiten
 
Sonnenbrand beschleunigt Hautalterung
 
Der Sommer naht und mit ihm der verdiente Urlaub. Wie auch die Haut erholt aus den Ferien zurück kommt, das erfährt man in der Apotheke.



Strand, Meer und Sonne gehören für die meisten einfach zum Urlaub dazu. Die Sonne hat aber auch ihre Schattenseiten, und die zeigen sich vor allem in der Haut. Ehe man sich’s versieht, ist der Sonnenbrand da. Die Haut wird trocken, schuppig, faltig und die Hautalterung wird beschleunigt. Ganz zu schweigen von dem Hautkrebsrisiko, dem man sich durch zu viel Sonne aussetzt. Die Zahl der Erkrankungen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Eine Rolle dabei spielt die Abnahme der Ozonschicht, die als natürlicher Filter für UV-Strahlen wirkt. Aber man verbringt die Freizeit auch viel öfter als früher im Freien - und das viel leichter bekleidet als in vergangenen Zeiten.

Ein Sonnenschutzmittel gehört also unbedingt in den Urlaubskoffer. Nur welches von den hunderten Präparaten, die angeboten werden, soll man nehmen? In der Apotheke steht man mit fachkundigem Rat zur Seite, um das richtige Sonnenschutzmittel und die richtige Pflege für die durch Sonne und Salzwasser strapazierte Haut zu finden.

Grundsätzlich sollen Sonnenschutzmittel gegen UVA und UVB schützen. Bei modernen Präparaten wird der Lichtschutzfaktor für beide Arten des ultravioletten Lichts angegeben. Welchen Lichtschutzfaktor man braucht, hängt vom Hauttyp ab. Die natürlichen Schutzmechanismen vor der Sonne sind nicht bei jedem gleich ausgebildet. Sie bestehen vor allem in einer Verdickung der oberen Hautschicht und in der Bildung des Farbstoffs Melanin. Dieser ist auch für die ersehnte Bräune „zuständig“.

Am empfindlichsten gegen Sonne sind Rothaarige mit blasser Haut und hellen Augen, die fast nie braun werden. Sie brauchen auch nach Wochen in der Sonne noch einen sehr hohen Lichtschutzfaktor. Etwas weniger empfindlich sind Menschen mit blonden Haaren und heller Haut, sie können nach einiger Zeit zu einem niedrigeren Lichtschutzfaktor wechseln. Bei Brünetten geht es noch schneller und Dunkelhaarige mit brauner Haut schließlich können sich von Anfang an mit einem relativ niedrigen Sonnenschutzfaktor zufrieden geben.

Das Sonnenschutzmittel braucht eine Weile, um gut in die Haut einziehen zu können. Deshalb soll man sich schon eine halbe Stunde vor dem Hinausgehen eincremen. Wenn man stark schwitzt beziehungsweise nach dem Duschen oder Baden ist es auch bei „wasserfesten“ Präparaten günstig, noch einmal aufzutragen. Aber Achtung: Der Schutzfaktor wird dadurch nicht erhöht. Kinder brauchen immer den höchsten oder einen sehr hohen Schutzfaktor! Der Grundstein für Hautkrebs wird in der Kindheit gelegt. Die Haut hat ein „Elefantengedächtnis“.

Die Bräune aus dem Solarium schützt die Haut übrigens nicht so gut wie die „echte“ Sonnenbräune. Man kann trotzdem einen Sonnenbrand bekommen und braucht zumindest in den ersten Tagen einen dem Hauttyp entsprechenden hohen Lichtschutzfaktor.

Sonnenstrahlen werden von vielen Flächen reflektiert, zum Beispiel Beton, Sand oder Wasser. Auf Sonnenschirm oder -hut allein sollte man sich daher nicht verlassen und sich auch darunter eincremen. Bei Bewölkung können übrigens noch bis zu 80 Prozent der UV-Strahlen die Erdoberfläche erreichen.