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Sonne ohne Reue
 
Auf den richtigen Schutz kommt es an
 
Mit der Sonne ist es wie mit einem Medikament: auf die richtige Dosis kommt es an. Während ein Mindestmaß unerlässlich ist, kann ein zuviel zu erheblichen Gesundheitsschäden führen.

Grundsätzlich bietet Kleidung inklusive Kopfbedeckung den bestmöglichen Lichtschutz. Vorsicht aber bei synthetischen Materialien: diese halten UV-A-Licht nämlich nur bedingt ab. Wer sich nicht komplett einhüllen möchte, kann mit Sonnenschutzmitteln die Eigenschutzzeit der Haut verlängern. Diese enthalten entweder chemische Filtersubstanzen, die Licht bestimmter Wellenlängen absorbieren (d. h. aufnehmen können), oder aber Mikropigmente. Das sind fein verteilte mineralische Deckpigmente wie z. B. Titandioxid oder Zinkoxid, die die Strahlen durch Reflexion und Streuung " ;zurückwerfen". Bei den Filtersubstanzen unterscheidet man UV-B-Filter, UV-A-Filter und sogenannte Breitbandfilter, die gleichzeitig Licht aus dem UV-A- und UV-B-Bereich absorbieren. In einigen Sonnenschutzmitteln ist zusätzlich Vitamin E enthalten, das die Haut vor aggressiven Sauerstoffteilchen in der Sonnenstrahlung, sogenannten "freien Radikalen", schützt.

Wie errechnet sich der Lichtschutzfaktor?
Die Schutz"stärke" eines Sonnenschutzmittels wird als dessen Lichtschutzfaktor angegeben. Der Lichtschutzfaktor, abgekürzt LSF, gibt dabei an, wie viel länger man sich in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, im Vergleich zu der Eigenschutzzeit der Haut ohne Sonnenschutzmittel. Wenn die Eigenschutzzeit der Haut also beispielsweise 15 Minuten beträgt, erhöht eine Sonnenmilch mit dem LSF 4 die Frist bis zum Sonnenbrand auf das vierfache, also auf 60 Minuten.

Creme, Milch oder Gel - was für wen?
Die meisten Sonnenschutzmittel haben sowohl einen Fett- wie auch einen Wasseranteil in unterschiedlichem Mengenverhältnis. Um Fett und Wasser zu mischen, werden meistens sogenannte Emulgatoren eingesetzt. Da diese jedoch eine bestimmte Sonnenallergieform, die "Mallorca-Akne" hervorrufen können, sind auch rein wässrige Gele (Hydrogele) ohne Emulgatorzusatz erhältlich, die bei Sonnenallergie besser vertragen werden. Gerade Menschen mit Problemhaut sollten bei Sonnenschutzmitteln erst nach Beratung zugreifen. In der Apotheke gibt es allergiegetestete Präparate.