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Calcium spielt im Körper eine wichtige Rolle
 
 
Calcium (auch Kalzium geschrieben) kommt im menschlichen Körper mit einem Anteil von durchschnittlich 1 kg in den Knochen und Zähnen als Calciumphosphat gebunden vor und ist somit ein sogenanntes Mengenelement (im Gegensatz zu den Spurenelementen, die definitionsgemäß mit weniger als 50 mg pro kg Körpergewicht vertreten sind). Calcium ist aber nicht nur die Aufbausubstanz für das Skelett sondern hat dort auch eine Speicherfunktion. Bei Calciummangel kann ein Teil davon aus den Knochen gelöst und für andere Aufgaben zur Verfügung gestellt werden. Die Knochenentkalkung, Osteoporose, kommt vor allem bei älteren Menschen vor.

Calcium spielt eine wichtige Rolle bei der Muskelarbeit, der Blutgerinnung, der Steuerung der Erregbarkeit von Nerven und Muskeln, dem Herzrhythmus, der Knochenbildung und vielen anderen Stoffwechselvorgängen in den Zellen. Im Blut muss ständig eine Konzentration von 2,1–2,6 mmol/l Calcium gegeben sein. Wenn wir zu wenig Calcium im Blut haben, wird Calcium aus den Knochen geholt, wir scheiden weniger aus und wir nehmen mehr aus der Nahrung auf. Wenn wir zu viel Calcium im Blut haben, wird Calcium im Knochen abgelagert, wir scheiden mehr aus und wir nehmen weniger aus der Nahrung auf.

Von der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) empfohlene Calciumzufuhr in Milligramm pro Tag (mg/d)

KinderJugendlicheErwachsene
600-9001100-12001000

Die Hauptlieferanten von bioverfügbarem Calcium in der Nahrung sind Milch und Milchprodukte. Ein Liter Milch bzw. 100 Gramm Hartkäse enthalten etwa 1000 Milligramm Calcium. Leider gibt es nur wenige Gemüsearten, die genügend Calcium enthalten, um unseren Tagesbedarf zu decken.

Sogenannte Calciumräuber sind Nahrungsbestandteile, die Calcium chemisch binden oder die Calciumausscheidung über die Nieren beträchtlich steigern - und so für den Knochenaufbau unbrauchbar machen. Zu den Substanzen, die das Calcium binden, zählt die Oxalsäure (in Spinat, Rhabarber, aber auch in Kakao, Schokolade, Roten Rüben und Nüssen) oder Phytinsäure (befindet sich vor allem in den äußeren Schichten des Getreidekorns). Auch bei starken TeetrinkerInnen kann die Oxalsäureaufnahme beträchtlich sein. Eine hohe Zufuhr von Eiweiß (z.B. in Schweinefleisch, Wurstwaren), Phosphor (z.B. in Softdrinks und Konservierungsmitteln), Speisesalz, Kaffee oder Alkohol erhöht die Calciumausscheidung.

Wenn man das für die Knochendichte so wichtige Calcium nicht über die normale Ernährung ausreichend zuführt, sollte man es in Form von Kautabletten oder Brausegranulaten aus der Apotheke zu sich nehmen. Calcium wird oft mit Vitamin D3 kombiniert, denn der Körper benötigt dieses Vitamin, um das Mineral aus dem Darm aufnehmen und in die Knochen einbauen zu können.


....TV-Apothekerin Mag. Haase zum Thema
Kalzium in der Sendung
„Sommerzeit“ am 6. August 2008:

Kinder sollen Milch trinken, damit sie genügend Kalzium für den Knochenaufbau zu sich nehmen. Aber nicht nur die Kinder im Wachstum sollten ausreichend Kalzium zu sich nehmen weiß unsere Apothekerin Mag. Barbara Haase.

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