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Fußpilz: Textilien und Schuhe desinfizieren
 
Jeder Dritte leidet darunter, oft ohne es zu wissen
 
Aktuelle Untersuchungen bestätigen: Es steht nicht gut um unser wichtigstes Fortbewegungsmittel. Entweder sind die Haut der Füße oder die Zehennägel betroffen, bei vielen jedoch auch beides. Der Fußpilz, eine Seuche unserer Zeit, ist weiter auf dem Vormarsch.

Dabei rücken Fuß- und Nagelpilz auch Sportlern zu Leibe, Menschen also, die gut in Form und gut zu Fuß sind. Die Gründe sind einfach: feuchtwarme Sportschuhe begünstigen das Pilzwachstum. Öffentliche Bäder und Umkleideräume, aber auch heimische Badezimmer sind bevorzugte Orte der Ansteckung; Stoß- und Druckbelastung beim Sport strapazieren die Nägel und auch die Haut der Füße. Doch das ist kein Grund, die Sportschuhe an den Nagel zu hängen - aber ein guter Grund, sich über Vorbeugung und Behandlung zu informieren.

Brüchige, ungewöhnlich dicke oder verfärbte Fußnägel; Juckreiz, Rötung, Schuppen- und Bläschenbildung zwischen den Zehen, an der Fußsohle oder auf dem Fußrücken - wenn Sie diese Symptome feststellen, hat Sie der Fußpilz mit einiger Wahrscheinlichkeit erwischt. Sicherheit gibt allerdings erst die Diagnose des Arztes. Denn nur er kann einen Fuß- oder Nagelpilz von anderen Haut- und Nagelveränderungen unterscheiden.

Ein unbehandelter Fußpilz kann sehr unangenehm werden, denn er verschwindet nicht von selbst, breitet sich aber gerne weiter aus. Füße sind eine Infektionsquelle! Für Familie und Mitmenschen.

Mit fachkundiger Hilfe bekommt man die lästigen Parasiten jedoch bald los.

    1. Die Fußnägel kurz schneiden aber nicht zu kurz, damit nichts unter den Nägeln brennt.
    2. Fußnägel gerade schneiden und Nagelecken mit der Feile entschärfen.
    3. Nach dem Waschen Zehenzwischenräume gründlich abtrocknen damit keine Pilze dazwischen kommen.
    4. Zu dicke Nagelplatten vorsichtig abfeilen.
    5. Jeden Druck auf die Zehen vermeiden

Textilien und Schuhe desinfizieren

Fast alle Haut- und Nagelpilze - ob Dermatophyten, Hefe- oder Schimmelpilze - lieben es feucht, warm und stickig. Luftundurchlässige Kunstfasern in vielen Sport- und Eislaufschuhen, Gummistiefeln, Plastiksandalen oder Nylonsocken schaffen feucht-warme Klimazonen, in denen sich Pilze besonders wohl fühlen und gern vermehren. Dazu kommt, dass alles, was viel Synthetik und wenig Natur enthält, die Haut zum Schwitzen bringt. Die Folge: die Haut wird weich und quillt auf; die Erreger haften jetzt besonders gut und können leichter ins Gewebe eindringen. Auch durch mangelnde oder übertriebene Hygiene oder durch zu intensiven Kontakt mit infizierter Umgebung, z.B. in öffentlichen Duschen, steigt das Risiko.

Besonders wichtig ist die Desinfektion der mit den Hautstellen in Kontakt geratenen Textilien und Schuhe. Strümpfe und Socken sollten zum Beispiel bei mindestens 60 °C gewaschen und gegebenenfalls durch Zugabe von flüssigem Desinfektionsmittel zum Waschgang in der Waschmaschine desinfiziert werden, da andernfalls Pilzsporen überleben und eine Neuinfektion verursachen können. Schuhe mit einem handelsüblichen Clotrimazol-haltigen Spray eingesprühen und anschließend gut trocknen lassen.

Besonders gut gedeihen die Pilze in den feuchten Kammern zwischen den Zehen. Von dort breiten sie sich oft auf andere Hautpartien aus. Um den Pilz erst gar keine Möglichkeit zu weiterer Verbreitung zu geben, sollte der Fuß gleich mit Antipilzcremen behandelt werden! Cremen, Salben, Desinfektionsmittel oder Lösungen und Sprays gegen Fußpilz gibt es in der Apotheke. Sie werden gerne beraten!