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Wandern und Bergsteigen – Tipps von der Apothekerin
 
Rucksack-Apotheke nicht vergessen
 
Das schöne Wetter lockt viele Bewegungshungrige in die Natur. Die Berge sind neben Seen Anziehungspunkt Nummer eins in Österreich.

Über Stock und über Stein – aber bitte achtsam sein!
Egal ob man lange Touren oder einen Kurztrip plant: Es empfiehlt sich, die wichtigsten Grundsätze nicht aus den Augen zu lassen. Aller Anfang ist die richtige Route: Passt man das Ziel den eigenen Fähigkeiten an, steht dem entspannenden Naturerlebnis nichts mehr im Weg. Am besten informiert man sich im Vorhinein über den geplanten Wanderweg. Bücher geben detaillierte Auskunft über Schwierigkeitsgrad und Dauer des Weges. Ratsam ist auch, immer zeitliche Reserven einzuplanen, um mit Überanstrengung, Verletzungen oder Umwegen zurechtzukommen. Denn vor allem wenn es bergab geht, kann man bei Übermüdung leicht stolpern und stürzen.


Tipps von der Apothekerin
Die richtigen
Schuhe sind entscheidender Faktor für Spaß und Sicherheit beim Wandern. Eine gute Passform gibt Sicherheit auch im Steilhang und verhindert Blasenbildung. Neigen Sie zu Blasen, so gibt es in der Apotheke eigene Pads, die man vorbeugend auf die gefährdeten Stellen kleben kann. Schlecht sitzende und zu enge Schuhe können auch zu Hornhaut-Veränderungen und Schwielen an den Füßen führen. Bei der Kleidung ist das »Schichtprinzip« das empfehlenswerteste. Mit mehreren dünnen Kleidungsschichten übereinander kann man sich flexibel an Temperatur- und Witterungsbedingungen anpassen. Für alle Fälle sollte man einen Kälte- und Regenschutz dabei haben.

Rucksack-Apotheke nicht vergessen
Wie bei allen Sportarten muss man auch beim Wandern genügend Flüssigkeit und Energie aufnehmen. Mindestens einen Liter Wasser und kleine Häppchen an wertvoller Nahrung wie Müsli-Riegel oder Obst sollte man jedenfalls mitnehmen. Ein guter
Sonnenschutz und eine Erste Hilfe-Apotheke sollte im Rucksack nicht fehlen. Beim Zusammenstellen dieser "Rucksackapotheke" hilft Ihnen gerne Ihre Apothekerin, Ihr Apotheker. Ein Biwaksack und ein Handy (Euro Notruf: 112 - Bergnotruf: 140) können im Notfall gute Dienste leisten.

Donner und Blitz im Hochgebirge
Vor jedem Ausflug ins Gebirge sollte man jedenfalls einen Blick auf den Wetterbericht werfen, damit der Ausflug nicht zur Tortur und Gefahr wird. Kommt man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen auf dem Berg in ein Gewitter, ist es wichtig, allein stehende Bäume, Drahtseile, Liftstützen und Wasserläufe zu meiden. Achtung auf indirekte Gefahren wie Steinschlag, Muren und Vereisung! Ist das Gewitter genau über einem: Einen absturzsicheren Platz in einer Mulde wählen, eine möglichst kleine Bodenfläche berühren und die Füße eng geschlossen halten (Kauerstellung).