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Heilpflanzen für Wunden
 
Kamille und Ringelblume
 
In der Schatzkiste der Heilpflanzen finden sich auch viele Heilmittel für die Haut. Sie bekommen sie in Ihrer Apotheke.

Die Kamille gehört sicher zu den prominentesten Heilpflanzen. Nicht nur der Tee besitzt Heilwirkung. Kamillenblüten wirken auch wundheilungsfö ;rdernd, entzündungshemmend, antibakteriell und sie regen den Hautstoffwechsel an. Dementsprechend können z.B. Salben mit Kamillenextrakten zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt werden. Von Experten empfohlen wird ihr Einsatz bei Haut- und Schleimhautentzündungen sowie bakteriellen Erkrankungen der Haut und Schleimhaut. Bei Erkrankungen im Anal- und Genitalbereich können Bäder und Spülungen durchgeführt werden.

Kaum weniger prominent sind die Ringelblumenblüten. Sie wirken wundheilungsfördernd und hemmen Ödeme. Ihre Anwendungsbereiche sind vor allem schlecht heilende Wunden, Geschwüre am Unterschenkel infolge einer Venenschwäche, rissige Haut, Sonnenbrand sowie Schürf- und Quetschwunden. Präparate aus Ringelblumenblüten können auch gegen Entzündungen der Mundschleimhaut eingesetzt werden. Das Kraut sollte neueren Erkenntnissen zufolge nicht angewendet werden.

Der Perubalsam - der eigentlich nicht aus Peru, sondern aus Mittelamerika stammt - gewinnt auch in Europa immer mehr Freunde. Beim Perubalsam ist allerdings zu beachten, dass er ein nicht zu unterschätzendes allergisches Potential hat. Seine Anwendung sollte daher auf eine Woche beschränkt werden. Er wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung. Perubalsam besitzt einen angenehmen Geruch. Er wird besonders bei infizierten und schlecht heilenden Wunden wie z.B. Hämorrhoiden eingesetzt.

Der Purpursonnenhut wurde in letzter Zeit vor allem als Immunstimulans bekannt. Er stammt aus der traditionellen Medizin der Indianer Nordamerikas. Äußerlich entfaltet der Purpursonnenhut seine Wirkung vor allem bei schlecht heilenden, oberflächlichen Wunden. Diese Behandlung sollte nicht länger als acht Wochen dauern. Durch die Unterbrechung wird verhindert, dass sich das Immunsystem zu sehr an die Stimulierung gewöhnt. Außerdem besteht auch hier eine gewisse Wahrscheinlichkeit, eine Allergie zu entwickeln.

Das Hirtentäschelkraut ist nicht nur ein verbreitetes Unkraut - es beschleunigt auch die Blutgerinnung. Extrakte werden vor allem zur Behandlung oberflächlich blutender Hautverletzungen oder bei Nasenbluten eingesetzt.