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Honig
 
 
Bienenhonig ist eines der ältesten Nahrungs- und Heilmittel. Aristoteles setzte Honig an die Spitze seiner Heilmittel. Demokrit, ein griechischer Philosoph, schreibt bereits 350 Jahre vor Christus: "Bleibt äußerlich durch Öl und innerlich durch Honig gesund!" Der griechische Arzt Hippokrates lobt den Honig als ideale Heilnahrung für Gesunde und Kranke. Honig wird heute als Wald-, Wiesen-, Gebirgs- und Blütenhonig angeboten und stammt aus Österreich, Ungarn, Rumänien, Elsaß, Tschechoslowakei, Kalifornien und Australien.

7,5 Millionen Blüten müsste eine Biene besuchen, um ein halbes Kilogramm Honig zu sammeln. Ihr Flugweg würde dabei 120.000 km betragen. 2000 Bienen benötigen einen ganzen Sommer für diese Leistung. Blütenhonig enthält 5 bis 1 0 Prozent Rohrzucker, 70 bis 75 Prozent 1 Invertzucker (aus dem Rohrzucker des Nektars), etwa 20 Prozent Wasser, 0,1 bis 0,2 Prozent organische Säuren, kleine Mengen von Enzymen, Vitaminen und Mineralstoffen. Ein echter Bienenhonig muss frei von Kunsthonig und künstlichem Invertzucker sein, darf weder Dextrin noch Stärkesirup und keine fremden Farbstoffe enthalten.

Honig wirkt leistungssteigernd, schon im Altertum erhielten die Wettkämpfer bei der Olympiade Honig. Honig wirkt antibakteriell und konservierend. Die römischen Herrscher ließen ihre im Appenin gefangenen Forellen mit Honig überziehen, damit sie frisch an die Tafel kamen. Alte Einbalsamierungsmittel enthielten Honig! In reinem Bienenhonig haben Krankheitserreger nur eine beschränkte und kurze Wirksamkeit und werden dann abgetötet.

Auch in der Babynahrung spielt Honig eine wichtige Rolle.

Honig hat einen guten Einfluss auf die geistige Entwicklung. Dabei kommt es nicht so sehr auf hohe Einzeldosen, sondern auf Regelmäßigkeit an. Honig wirkt bei katarrhalischen Erkrankungen schleimverflüssigend, auswurffördernd und bessert das Allgemeinbefinden des Patienten.

Zubereitungen aus Bienenhonig finden in der Heilkunde als Grundlage verschiedener Medikamente Verwendung, da der Honig die rasche Aufnahme der Arznei im Körper fördert.

Da Honig Feuchtigkeit anzieht und äußerst geruchsempfindlich ist, muss das Glas immer gut verschlossen werden; er sollte lichtgeschützt, kühl und trocken aufbewahrt werden. Gewissenhaft und richtig gelagert, hält h diese Kostbarkeit viele Monate lang.

Weder Messer noch Löffel soll man im Honig stehen lassen, da er natürliche Säuren enthält.

Honig kristallisiert im Laufe der Zeit. Um ihn wieder geschmeidig zu machen, genügt es, ihn in einem handwarmen Wasserbad von höchstens 40 bis 45 Grad zu erwärmen, das Wasser ist dann so heiß, dass Sie gerade Ihre Hand noch hineinhalten können.

Honig lässt sich auch sehr gut beim Backen verwenden. Achten sie jedoch darauf, für jede Tasse Honig, das sind ca. 200 bis 250 Gramm, eine viertel Tasse weniger Flüssigkeit zu nehmen, als im Rezept vorgeschrieben ist.