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Arzneimittel richtig anwenden
 
Was bedeuten Begriffe wie lokal parenteral und peroral
 
ARZNEIMITTELWIRKUNGEN:

Der Wirkort eines Arzneimittels hängt von der Arzneiform und von der Anwendung ab.

Man spricht von lokaler Wirkung wenn der Arzneistoff an der Stelle, an der er aufgebracht wird, seine Wirkung entfaltet. Beispiele: Hautdesinfektionsmittel, Einreibemittel zur Durchblutungsförderung, Lokalanästhetika, Antimykotika, Gurgelmittel.

Arzneimittel wirken aber auch an einem von der Anwendung entfernten Ort, z. B. Schmerzmittel, die eingenommen oder eingespritzt werden, Kreislaufmittel, Herzmittel, Chemotherapeutika und Antibiotika, die peroral (geschluckt) oder parenteral (unter Umgehung von Magen und Darm) angewandt werden. Diese Arzneistoffe gelangen durch das Blut an den Ort ihrer Wirkung.

Unser Körper verändert oft die chemische Struktur des Medikaments und scheidet sie schließlich über Nieren und Darm wieder aus.

Die geschickte Wahl der Darreichungsform unterstützt den Körper bei der Aufnahme der Wirksubstanz und erleichtert auch die Anwendung. So belastet z.B. ein Medikament in Zäpfchenform (rektale Anwendung) nicht den Magen, und zudem tritt die Wirkung rascher ein. Andererseits verliert ein Arzneimittel seine Wirkung ganz oder teilweise, wenn die Darreichungsform falsch gewählt wird. So dürfen magensaftresistente Kapseln natürlich nicht geöffnet oder Retardtabletten zerbissen werden.