Merkblatt zur einjährigen praktischen Ausbildung in der Apotheke als Ausgleichsmaßnahme - Wien
 
 
Liegen die Voraussetzungen für die (automatische) Anerkennung eines nichtösterreichischen Ausbildungsnachweises nicht vor und erfüllt ein ausländischer Apotheker auch nicht die Anforderungen der Berufspraxis, kann von der österreichischen Apothekerkammer gemäß § 3c Abs. 5 und 7 Apothekengesetz vorgeschrieben werden, dass er eine Ausgleichsmaßnahme (einjährige praktische Ausbildung in der Apotheke oder Ablegung der Prüfung für den Apothekerberuf) zu wählen hat.
  • Meldung des Auszubildenden

    Die Meldung ist zumindest eine Wochen vor dem beabsichtigten Dienstantritt bei der Landesgeschäftsstelle einzureichen.

    Meldung Ausgleichsmaßnahme.pdfMeldung Ausgleichsmaßnahme.pdf

    Der Aspirant legt noch rechtzeitig vor Dienstantritt in der Landesgeschäftsstelle folgende Dokumente (im Original) vorlegen:
      • Meldezettel
      • Geburtsurkunde
      • Bei Namensänderung: Heiratsurkunde
      • Staatsbürgerschaftsnachweis
        Bescheid der Österreichischen Apothekerkammer, mit dem die nicht in Österreich absolvierte Apothekerausbildung gemäß § 3c Abs. 5 und 7 Apothekengesetz (unter Erteilung einer Ausgleichsmaßnahme) anerkannt wurde.
    Im Zuge der Anmeldung in der Landesgeschäftsstelle erfolgt auch der Besuch der Gehaltskasse, die alle Daten des Auszubildenden aufnimmt und ihm das Apotheker-Dienstabzeichen aushändigt. Vom Apothekenbetrieb ist die Anmeldung bei der Pharmazeutischen Gehaltskasse mit dem gelben "Aspiranten-Anmeldeformular" vorzunehmen.

    Während der Ausbildungszeit hat sich der Auszubildende der Ausbildung für den Apothekerberuf zu widmen. Eine weitere erwerbsmäßige Beschäftigung ist der Apothekerkammer zu melden. Die erwerbsmäßige weitere Beschäftigung ist von der Apothekerkammer bescheidmäßig zu untersagen, wenn diese nach Art und Umfang den Zweck der fachlichen Ausbildung beeinträchtigt.

  • Urlaub – Ausbildungsunterbrechung
    Während der Ausbildungszeit hat der Auszubildende Anspruch auf Urlaub im Ausmaß von 25 Arbeitstagen.
    Ausbildungsunterbrechung: Ein Krankenstand von mehr als vier Wochen verlängert die Ausbildungszeit um den über vier Wochen hinausgehenden Zeitraum.

  • Wechsel der Ausbildungsapotheke
    Sollte ein Wechsel der Ausbildungsapotheke – etwa aus Gründen einer Übersiedelung – notwendig sein, ist dies eine vorzeitige Auflösung des befristeten Ausbildungsverhältnisses und setzt damit die Zustimmung des Arbeitgebers voraus. Um einen nahtlosen Wechsel (ohne Verlust von Ausbildungszeit) vollziehen zu können, ist eine sofortige schriftliche Mitteilung – unter Bekanntgabe der neuen Adresse und Ausbildungsapotheke (Meldung!) – an die Landesgeschäftsstelle und Gehaltskasse nötig. Dafür verwenden Sie das Formular "Meldung zur einjährigen Ausbildung in der Apotheke als Ausgleichsmaßnahme".

  • Apothekerausweis
    Die Kosten für den ersten Apothekerausweis, der mit Abschluss der einjährigen praktischen Ausbildung in der Apotheke beantragt werden kann, werden zur Gänze von der Österreichischen Apothekerkammer und der Pharmazeutischen Gehaltskasse übernommen. Der Antrag wird mit der ersten Anmeldung in einer Apotheke als berufsberechtigter Apotheker zur Anfertigung der Ausweiskarte weitergeleitet. Ist eine Änderung des Namens (infolge Heirat) oder des Titels absehbar, ersuchen wir, dies am Antrag zu vermerken. Andernfalls fallen für Sie die Kosten für den zweiten Ausweis an. Wenn Sie nach Abschluss des praktischen Ausbildungsjahres keine Anstellung in einer Apotheke anstreben, besteht die Möglichkeit, den Apothekerausweis gegen Kostenersatz zu erwerben.

  • Namensschild
    Ab Dienstantritt in der Apotheke besteht für jeden Auszubildenden die kostenlose Möglichkeit, ein Namensschild anzufordern (Tel.: 01/40414/142).

  • Stellensuche
    Sollte das Dienstverhältnis in der Ausbildungsapotheke nach dem Ende des Ausbildungsjahres nicht fortgesetzt werden, empfiehlt es sich, die Stellensuche rechtzeitig der Pharmazeutischen Gehaltskasse zu melden, um eine „nahtlose“ Beschäftigung zu ermöglichen oder gegebenenfalls eine Stellenlosenunterstützung zu erwirken. (Tel.: 01/40414/260-262)


    Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes:
    Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung, wie z. B. Auszubildende/r, verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für beide Geschlechter.



    Alle Formulare finden Sie auch auf www.apotheker.or.at und www.aspirantenhandbuch.at

    Österreichische Apothekerkammer
    Landesgeschäftsstelle Wien
    Spitalgasse 31, 1090 Wien
    Tel.: 01/404 14 /152
    Fax: 01/408 82 83
    e-mail: wien@apotheker.or.at