Druckansicht
Arzneipflanze des Jahres 2005: Der Gartenkürbis
 
 
Der Gartenkürbis ist die Arzneipflanze des Jahres 2005. Die auch als Arzneikürbis bekannte Nutzpflanze ergebe nicht nur schmackhafte Suppen, Eintöpfe und Gratins, auch ihr gesundheitlicher Nutzen sei eindeutig bestätigt, begründet der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Uni Würzburg seine Wahl.

Besonders gesund ist das kaltgepresste Öl der Kürbiskerne, wie es zum Beispiel in der Steiermark aus dem Ölkürbis, einer Variante des Gartenkürbis, hergestellt wird. Kürbiskerne haben sich bei der Behandlung gutartiger Vergrößerungen der Prostata bewährt und werden bei Reizblase und Miktionsproblemen eingesetzt. Aber das ist noch nicht alles: Kürbiskernöl enthält wertvolle einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, das Fruchtfleisch die Vitamine A, C, E, Kalium, Kalzium, Magnesium und Folsäure und viele Ballaststoffe. Außerdem beinhaltet es Antioxidantien, die vor Krebs schützen sollen.

Abbildungen: Kürbisfeld in Klöch (Südost-Steiermark)Cucurbita pepo styriaca - steirischer Ölkürbis

Der Arzneikürbis (Cucurbita pepo) ist ein Paradebeispiel dafür, dass Pflanzen nicht nur in alternativen Heilmethoden, sondern auch in der Schulmedizin eingesetzt werden. Die eigentliche Heimat des Kürbis, der auch als Maskenkopf zu Halloween herhalten muss, ist Mittel- und Südamerika. Dort wird er schon seit vielen tausend Jahren kultiviert und als Nahrungsmittel genossen. Inzwischen hat die Gattung Cucurbita mit ihren verschiedenen Arten, zu denen außer dem Gartenkürbis auch der Riesenkürbis und der Moschuskürbis gehören, in Europa eine zweite Heimat gefunden.

Durch Kreuzungen sind aus dem amerikanischen Gartenkürbis inzwischen ungefähr 800 verschiedene Kürbis-Sorten entstanden, von denen nur ein kleiner Teil essbar ist und die meisten Zierpflanzen sind.

Link: Kubelka / Länger "Phytokodex" (Verlag Krause & Pachernegg)