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Migräne: neue Arzneimittel
 
Jetzt kommt ein neuer "Migräne-Spray"
 
Fast jeder zweite Österreicher klagt gelegentlich über Kopfschmerzen, rund 10 Prozent der Österreicher leiden an Migräne. Frauen sind häufiger betroffen (13,8 Prozent) als Männer (6,1 Prozent). Die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt Migräne zu den Top 20 Ursachen für Erwerbs- bzw. Arbeitsunfähigkeit.


Die Migräne ist eine Erkrankung, die mit wiederkehrenden Kopfschmerzattacken begleitet von sogenannten vegetativen Erscheinungen, manchmal auch von neurologischen Funktionsstörungen wie halbseitige Sehstörungen, Gefühlstörungen, Kribbeln, Sprachstörung. Im Intervall besteht völlige Beschwerdefreiheit.

Neue Arzneimittel

Die Serotonin-5-HT1B/1D Rezeptoragonisten Naratriptan, Rizatriptan, Sumatriptan, Zolmitriptan und künftig Eletriptan sind spezifische Migränemittel, die in der Therapie anderer Kopfschmerzerkrankungen (z.B. Kopfschmerz vom Spannungstyp) unwirksam sind. Sumatriptan gibt es schon seit längerer Zeit sowohl als Tablette, als Zäpfchen, als Nasenspray und als Injektionslösung. Anfang Oktober 2002 wurde nun auch Zolmitriptan von der Europäischen Union als Nasenspray zugelassen, der neue „Migräne-Spray“ wird in den nächsten Monaten auch in Österreichs Apotheken erhältlich sein.

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Link zum Bericht in ORF science