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Allgemeines zur Akkreditierten Fortbildung
 
 
Das vom Vorstand der Österreichischen Apothekerkammer im Jahr 2008 ins Leben gerufene Akkreditierungsverfahren dient dazu, Fortbildungsveranstaltungen für ApothekerInnen transparent zu machen und Gewähr dafür zu bieten, dass die akkreditierten Veranstaltungen zu aktuellen und praxisnahen Themen professionellen Standards genügen, also in ihren Zielsetzungen legitimiert, auf dem Stand der wissenschaftlichen Entwicklung konzipiert und in der Praxis erprobt sind.

Für die TeilnehmerInnen an diesen akkreditierten Fortbildungen ergibt sich daraus der Vorteil, einen Nachweis über den Besuch qualitativ hochwertiger Fortbildungsmaßnahmen zu erwerben. Den Anbietern soll ermöglicht werden, mit dem Gütesiegel der Akkreditierung für ihre Veranstaltungen zu werben. Darüber hinaus bietet es ihnen die Chance, Anregungen und Rückmeldung zu ihren Konzepten von Experten zu erhalten und in professionellen Austausch mit anderen Anbietern einzutreten.

Welche Veranstaltungen können akkreditiert werden
Veranstaltungen können akkreditiert werden, wenn die Lehrinhalte der Fortbildungsveranstaltung dem aktuellen Stand der pharmazeutischen Wissenschaften entsprechen. Bei der Beurteilung werden insbesondere folgende Fragen zu Grunde gelegt:

    · Welche Kenntnisse und Fertigkeiten sind für die pharmazeutische Tätigkeit unablässig bzw. von besonderer Bedeutung?
    · Welche neuen beruflichen Kenntnisse bzw. Fertigkeiten sind bedeutsam für die Tätigkeit des Apothekers?
    · Über welche Entwicklungen in der Pharmazie und den angrenzenden Wissenschaftsgebieten muss der Apotheker informiert werden?
    · Welche Probleme treten erfahrungsgemäß häufig auf?
    · Wie kann die Qualität der pharmazeutischen Tätigkeit gesichert werden?
    · In wie weit sind sowohl ethische oder ökonomische Aspekte zu berücksichtigen?
    · ob die Form der Durchführung bezüglich der Didaktik und Organisation einem anerkannten Standard entspricht.
Bei der Akkreditierung zu berücksichtigende Qualitätskriterien sind weiters die wissenschaftliche Korrektheit und Aktualität der Information, die kritische Beurteilung der (neuen) Informationen, sowie die Objektivität und Unabhängigkeit der Informationsquelle.

Dem Apotheker soll die Möglichkeit gegeben werden, den Fortbildungserfolg, d. h. den Zuwachs an Kenntnissen und Fähigkeiten, in Form einer Selbstkontrolle oder eines externen Tests zu überprüfen. Eine Lernerfolgskontrolle ist jedoch nicht unbedingt Voraussetzung dafür, dass eine Fortbildung akkreditiert wird.

Die Fortbildungsveranstaltungen müssen unabhängig von kommerziellen und werbenden Interessen Dritter sein. Objektive Produktinformationen nach wissenschaftlichen Kriterien, z. B. durch die pharmazeutische Industrie, sind zulässig.

Sponsorentätigkeit darf die Form und den Inhalt der Veranstaltung nicht beeinflussen.

Die Vortragenden müssen grundsätzlich auf dem Gebiet, auf dem sie Fortbildungsveranstaltungen durchführen, tätig sein bzw. eine mehrjährige Berufserfahrung aufweisen. Sie haben über praktische Kenntnisse zu verfügen und müssen sich in den Lehrinhalten, die sie vertreten, kontinuierlich fortbilden. Neben den fachlichen Qualifikationen ist die lehrmethodische Kompetenz der Vortragenden eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg der Fortbildungsveranstaltung.

Antragstellung
Veranstalter müssen den Antrag zur Akkreditierung einer Fortbildung
spätestens 8 Wochen vor der Durchführung der Fortbildungsmaßnahme stellen.
Es gibt dazu ein Formular der Österreichischen Apothekerkammer:
Antrag Akkreditierung_V2.docAntrag Akkreditierung_V2.docAntrag Akkreditierung_V2.pdfAntrag Akkreditierung_V2.pdf

Für Literaturstudium / Online-Fortbildung bitte dieses Antragsformular verwenden: ANTRAG Literaturstudium e-learning.pdfANTRAG Literaturstudium e-learning.pdf
Merkblatt für Antragsteller: Merkblatt für Antragsteller.pdf

Liste aller akkreditierten Veranstaltungen