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Prävention und Gesundheitsförderung
 
 
Das Präventionsziel kann sehr unterschiedlich sein. Allgemein versteht man unter Prävention im Gesundheitsbereich die Verhinderung des Eintritts von Krankheiten, die Verzögerung vermeidbarer Krankheiten, die Senkung von Risikofaktoren und möglichst lange in Gesundheit verbrachte Lebensjahre.

Das Bindeglied zwischen Vorsorge, Kuration und Rehabilitation bilden die Sekundärprävention und die Tertiärprävention.

· primäre Prävention – Ausschaltung von Krankheitsursache
· sekundäre Prävention – Früherkennung und Behandlung
· tertiäre Prävention – Vermeiden von Krankheitsfolgen und ihres Fortschreitens

Das Ziel einer Primärprävention kann z.B. durch Verminderung tatsächlicher Gesundheitsbelastungen (schlechte Ernährung, Rauchen, Bewegungsmangel, biologische oder chemische Belastungen etc.) erreicht werden; der weitaus größere Erfolg wird jedoch der Vermehrung gesundheitsdienlicher Ressourcen (Information, Bildung, Selbstbewusstsein, soziale Netze, Einkommen etc.) zugeschrieben
[Setting-Ansatz der WHO 2001 betont, denn Gesundheitsvorsorge und Prävention macht erst richtig Sinn bei Einbindung im sozialen Umfeld]

Apotheker können in der Sekundär- und Tertiär-Prävention tätig sein.

Menschen müssen mehr geschult werden, Förderung von Gesundheitskompetenz und Eigenverantwortung (Stärkung der Compliance ist erforderlich), also “Empowerment” der Betroffenen. Die Förderung der Compliance sowie Mitarbeit an Disease-Management Projekten, die eine Zusammenarbeit der unterschiedlichen Gesundheitsberufe (Praktische Ärzte und Fachärzte, Ambulanzen, Spitäler, Apotheker, Physikotherapeuten etc.)erfordert, sind typische Aufgaben der Apotheker, die dabei eine Lotsenfunktion übernehmen können. Angestrebt wird ein stärkeres Ineinandergreifen von Sekundärprävention, Kuration und Rehabilitation bei regelmäßiger Erfolgsprüfung. Den Patientinnen und Patienten fällt dabei eine aktivere Rolle zu als bisher.