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König Nimrod wird als Erfinder der Pharmazie bezeichnet
 
Der Gründer Babyloniens hat die Phantasie der Menschen über Jahrtausende angeregt
 
Um 3000 v.Chr. entstanden in Mesopotamien die ersten Hochkulturen der Menschheitsgeschichte. Ab 1900 v. Chr. ist Babylonien, ein Königreich im Zweistromland am Unterlauf der Flüsse Euphrat und Tigris, zur Hauptmacht und zur Blüte im vorderen Orient aufgestiegen. Auf technischem, wissenschaftlichem und handwerklichem Gebiet erreichten die Babylonier ein außerordentlich hohes Niveau.

Nach jüdischer Überlieferung war Nimrod, ein im Tanach, in der Bibel und im Koran erwähnter Held und König, der Gründer des babylonischen Reiches. Im Alten Testament wird Nimrod als Urenkel von Noe und als erster großer Herrscher nach der verheerenden Flut erwähnt und er gilt als derjenige, der den Bau des Babylonischen Turmes anregte.

Der Turmbau zu Babel ist zusammen mit der Sprachverwirrung, die zur Aufgabe des Projektes zwingt, eine der bekanntesten biblischen Erzählungen des Alten Testaments. Die „Babylonische Sprachverwirrung“ hat als Redewendung – als Sinnbild für das Aufeinandertreffen mehrerer Sprachen – Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch gefunden.

Magier, Astrologe und Pharmazeut

Wenige Gestalten haben die Phantasie der Menschen über Jahrtausende so angeregt, wie Nimrod. So bezeichnete etwa der römische Gelehrte Epiphanios Scholastikos im 6. Jh. Nimrod als den Erfinder der Magie, der Astrologie und der Pharmazie.


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